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Nettetal
Schaager gründen Förderverein für St. Anna

Nettetal. Das Bistum Aachen hat die Bau-Zuschüsse gestrichen. Deshalb werden die Gläubigen selbst aktiv Von Willi Wittmann

Die 150 Jahre alte Pfarrkirche St. Anna soll auch ohne Zuschüsse des Erzbistums Aachens erhalten werden. Deshalb hat sich in Schaag ein neuer Förderverein gegründet. 41 Interessenten kamen zur Gründungsversammlung. Helge Völker (62) ist der erste Vorsitzende des Fördervereins. "Wir wollen erreichen, dass Sakramente bei Taufen, Trauungen, Exequien, regelmäßige Eucharistiefeiern, Andachten und Wortgottesdienste auch künftig in der Anna-Kirche gespendet werden", sagte Völker.

Der Verein verfolgt laut Satzung gemeinnützige, kulturelle und kirchliche Zwecke. Er will Geld beschaffen und verwalten, um die St.- Anna-Kirche in Schaag zu erhalten. Auch Pfarrer Günter Puts begrüßt die Gründung eines Fördervereins zum weiteren Erhalt der katholoschen Pfarrkirche in Schaag.

Die Pfarrgemeinden im Bistum Aachen haben im November 2015 erfahren, dass das Bistum wegen der zu erwartenden geringeren Kirchensteuereinnahmen nicht mehr Zuschüsse für alle substanzerhaltenden Maßnahmen bei den kirchlichen Immobilien übernehmen wird. Davon betroffen ist neben der Pfarrkirche St. Peter in Hinsbeck auch die Schaager Pfarrkirche. In Hinsbeck hat sich bereits ein Förderverein gegründet.

Heinz Huber hatte zuvor bei der Versammlung im Jugendheim einen vorbereiteten Satzungsentwurf für den neuen Förderverein vorgestellt; Dieser wurde einstimmig angenommen. Als erster Vorsitzender wurde Helge Völker gewählt, seine Stellvertreterin ist Ulrike Heines. Die Kassenführung übernahm Angelika Reitz-Tophoven, die Schriftführer-Position ging an Paul Syben. Als Beisitzer wurden Gisela Hoffmann, Monika Schüler und Heinz Huber gewählt. Hermann Schrömges wird als Vertreter des Kirchenvorstands beratend an allen Sitzungen teilnehmen. Alle Kandidaten nahmen die einstimmige Wahl für die dauer von je zwei Jahren an. Somit war der Förderverein St. Anna, Nettetal-Schaag gegründet.

In seiner ersten Ansprache als Vorsitzender stellte Helge Völker klar, dass "die Gemeinde St. Anna seit vielen Jahren sehr lebendig und aktiv ist". Unverändert werde das Gotteshaus für viele Gottesdienste und andere Veranstaltungen genutzt. Das möchte man laut Völker in Zukunft behalten - "auch wenn durch die immer kleiner werdende Zahl an Priestern im Bistum Aachen in Zukunft Einschnitte zu befürchten sind".

"Wir werden Möglichkeiten erarbeiten, dass es eine sinnvolle und dem Gotteshaus angemessene Nutzung des Kirchengebäudes geben kann", sagte der Vorsitzende weiter. "Wir haben eine der schönsten Kirchen im Bistum Aachen. Und den meisten Pfarrangehörigen ist die Kirche St. Anna ans Herz gewachsen."

Der Vereinsvorsitzende will um neue Mitglieder im Förderverein werben. Aufnahmeanträge sind ab sofort etwa im Pfarrbüro erhältlich. Der Jahresbeitrag wurde festgesetzt auf mindestens 15 Euro. Erstmals soll der Betrag im dritten Quartal 2018 abgebucht werden.

Quelle: RP
 
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