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Nettetal
Schneeglöckchen zum Verlieben

Nettetal: Schneeglöckchen zum Verlieben
Bummeln, einkaufen, glücklich sein: Für Hobbygärtner sind die Schneeglöckchentage in Nettetal-Hinsbeck eine Pflicht. Neben den kleinen Frühlingsboten waren auch andere Pflanzenarten zu bestaunen. FOTO: Franz Heinrich Busch
Nettetal. In Hinsbeck kamen die Liebhaber der Schneeglöckchen auf ihre Kosten. Sogar aus Großbritannien, dem Mutterland der kleinen Frühlingsboten, reisten einige der rund 30 Aussteller an. Raritäten kosten bis zu 520 Euro. Von Heinz Koch

Überaus gut besucht waren jetzt die Nettetaler Schneeglöckchentage. Sie finden seit dem Tod des Ideengebers Günther Waldorf rund um das Landcafe Mühlenberg in Hinsbeck-Büschen statt. Nun in Kombination mit dem Ausgangspunkt, dem Blumengarten im Oirlich. Auf einer großen Fläche zeigten mehr als 30 Aussteller aus Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Österreich und Großbritannien, dem Mutterland der Schneeglöckchen, ihre Produkte. Kaum einer ging ohne Einkauf nach Hause.

Wie einige Besucher berichteten, waren sie bis aus Koblenz, Münster und Plön angereist, um sich bei einem der größten Schneeglöckchenfestivals außerhalb Großbritanniens umzusehen. Viele hatten in Hinsbeck übernachtet, um rechtzeitig ihre gesuchten Raritäten zu bekommen.

Dabei wurden nicht nur Schneeglöckchen (Galanthus) angeboten, sondern auch andere Frühjahrsblüher wie Glockenblumen, Christrosen, Alpenveilchen, Schmuck- und Zahnlilien. Auch zu finden: Rosen und Tulpen, Erdorchideen und Pfingstrosen, oder auch Farne, Stauden, Gemüse und Obstbäume. Auch Gewächshäuser, Bücher, Stoffarbeiten und Accessoires fehlten nicht.

Für seltene Variationen der Schneeglöckchen wurden bis zu 520 Euro aufgerufen. Der Durchschnitt lag jedoch bei 20 bis 40 Euro. Noch höhere Preise wurden für Raritäten der Leberblümchen (Hepatica) gefragt.

Ausstellerin Susanne Peters aus Uetersen erzählte hierzu die Geschichte der Variation "Hepatica nobilis Rote Glut". Diese sei vor circa 25 Jahren in ihrer Gärtnerei als Mutation aufgetreten. Anschließend habe sie die Mutation etwa 10 Jahre weiter gezüchtet, bevor sie die erste Pflanze verkaufen konnte. Heute entstehen aus dieser Mutation nur vier bis fünf Pflanzen pro Jahr, die für etwa 250 Euro verkauft werden. Dieses Beispiel zeigt, wie hohe Preise entstehen können.

Auch der Oirlicher Blumengarten, der vom Landcafe mit einem Shuttlebus erreicht werden konnte, war an diesem Wochenende sehr gut besucht. Neben Schneeglöckchen wurde hier auch Bibliophiles und Keramik ausgestellt.

Doch angesichts des herrlichen Wetters ging es hier mehr um das Sehen und und das Fotografieren. Denn die große Zahl an Schneeglöckchen- und Christrosen-Varianten machten den Blumengarten zu einem Paradies für Blumen-Begeisterte.

"Es ist schön, dass die Idee der Oirlicher Schneeglöckchentage von Günther Waldorf erhalten bleibt", so ein Besucher aus Den Haag. Und macht noch ein weiteres Foto.

Quelle: RP
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