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Nettetal
Schüler fördern und Synergien nutzen

Nettetal. Die Realschule Nettetal und das Rhein-Maas-Berufskolleg haben einen Kooperationsvertrag unterschrieben. Davon sollen besonders die Realschüler profitieren. Das Fehlen einer Flüchtlingsklasse am Berufskolleg wird bemängelt Von Markus Plüm

Die berufsorientierte Förderung und Qualifizierung von Schülern wollen die Realschule Nettetal und das Rhein-Maas-Berufskolleg verstärkt zur gemeinsamen Aufgabe machen. Realschulleiter Joachim Sczyrba, Hans-Joachim Kornblum, Leiter des Rhein-Maas-Berufskollegs, Kreisdirektor Ingo Schabrich und Schuldezernent Armin Schönfelder unterschrieben nun den Kooperationsvertrag der beiden Schulen. Die Kooperation ist auf zunächst drei Jahre angelegt und soll bereits zum kommenden Schuljahr beginnen.

Zu den Kooperationsfeldern gehören künftig neben dem Unterricht auch gemeinsame außerschulische Veranstaltungen, die Laufbahnberatung für Realschüler der Jahrgangsstufe 10 sowie die Unterstützung bei der Berufsorientierung. Außerdem werden gemeinsame Projekttage entwickelt, an denen die Jugendlichen Einblicke in die verschiedenen Berufskolleg-Standorte erhalten. Zusätzlich stehen Hospitationen und Probeunterricht am Berufskolleg auf der Agenda, aber auch die Kooperation der Lehrerkollegien.

Die Realschule in Nettetal möchte durch die Kooperation ihren Schülern eine bessere Vorbereitung aufs Berufsleben ermöglichen. FOTO: Busch

"Die Realschule will ihre Schüler weiterhin vernünftig auf die Berufsausbildung vorbereiten und dies auch nach außen deutlich machen", betonte Joachim Sczyrba. Neben der Zusammenarbeit mit dem Werner-Jaeger-Gymnasium und der Städtischen Gesamtschule sei das Berufskolleg ein wichtiger Partner. Hans-Joachim Kornblum ging sogar noch einen Schritt weiter: "Die Kooperation bietet den Schülern der Realschule einen bevorzugten Zugang zum Berufskolleg."

Kreisdirektor Ingo Schabrich hob hervor, dass man sich zum Ziel gesetzt habe, "frühzeitig die Begeisterung für eine Ausbildung zu fördern". Nicht alle Schüler seien in einem anschließenden Studium richtig aufgehoben. Ihnen wolle man den Weg in einen "bodenständigen Ausbildungsberuf" ebnen. Neben dem Landesprogramm "Kein Abschluss ohne Anschluss" sei die Zusammenarbeit mit der Schulform Realschule dabei besonders wichtig. Schuldezernent Armin Schönfelder fühlte sich dadurch in der Entscheidung des Schulträgers, mit dem Erhalt der Realschule weiterhin auf ein vielfältiges Schulangebot in Nettetal zu setzen, bestätigt. Er machte aber auch deutlich, dass sich das Berufskolleg in Zukunft noch mehr der Beschulung von Flüchtlingskindern zuwenden müsse. Während alle städtischen Schulen vor Ort solche Kinder aufnehmen, gebe es am Nettetaler Standort des Berufskollegs noch keine internationale Förderklasse.

Berufsschulstandortleiter Rudi Wilmen unterstützte dieses Anliegen. "Die Realschule ist einer der besten Zulieferer unserer Schule". Beide Schulen arbeiteten so vertrauensvoll zusammen, dass davon auch Zuwanderer profitieren könnten. Deswegen wolle er sich auch für eine Aufnahme von Flüchtlingskindern aus den weiterführenden Schulen starkmachen. Kreisdirektor Schabrich und Schulleiter Kornblum signalisierten ihre Unterstützung für das Vorhaben und wollen sich nun beim Land für eine bessere Lehrerausstattung einsetzen.

Quelle: RP
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