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Nettetal
Segen für kleine Kapelle in Hinsbeck

Nettetal. Das Bonifatius-Heiligenhäuschen wurde im vergangenen Jahr restauriert

Rund 150 Interessierte hatten sich zur Einsegnung des Bonifatius-Heiligenhäuschens an der Karstraße in Hinsbeck eingefunden. Das 1747 erbaute Häuschen wurde im Laufe des vergangenen Jahres von den Besitzern, der Familie Pasch vom Karremakershof, umfangreich restauriert. Auch das dahinterliegende, früher von einer hohen Hecke umschlossene verwilderte Gärtchen wurde frei gelegt und in eine offene Wildblumenwiese umgewandelt. Pfarrer Günter Wiegandt segnete nun die dem Heiligen Bonifatius geweihte Kapelle und dankte allen, die zu seiner Erhaltung beigetragen haben.

Stephan Pasch berichtete aus dem vierten Hinsbecker Lesebuch von Hans Kohnen über die Historie der Kapelle. Sie soll 1747 von den damaligen Besitzern des Tellerhofes an der Karstraße erbaut worden sein und ist bereits in der Landkarte von 1768 als "Teller Capell" eingezeichnet. Nach dem Tod der letzten Erbin 1875 wurde der Tellerhof versteigert. Dabei kam wahrscheinlich auch das Heiligenhäuschen in den Besitz des in der Nähe liegenden Karremakershofs. 1934 heiratete Mathias Pasch auf den Hof ein und übernahm ihn mit seiner Frau Gertrud Lendackers. Heute wird der Hof in 4. Generation von der Familie Pasch geführt. Das Kapellenhäuschen war nach Auskunft alter Nachbarn dem Heiligen Antonius geweiht. In den 1950er Jahren sorgte der neue Hinsbecker Pfarrer Arnold Rulands dafür, dass die Gebetsstelle in ein Bonifatius-Kapellenhäuschen umgewidmet und zu einer regelmäßigen Anbetungsstelle wurde. Hierzu malte Jakob Lückertz aus Hinsbeck das heutige Bonifatiusbild.

Doch die rundum wachsenden Büsche und Bäume überwucherten das Häuschen mit den Jahren so stark, dass es kaum noch zu sehen war. Daher beschloss die Familie Pasch eine umfangreiche Renovierung. Hilfreich waren hierbei der Landschaftsbauer Stefan Gormanns, der Maurer Hans Straeten aus Straelen sowie die Stadt Nettetal, bei denen sich Christoph Pasch im Namen der Familie herzlich bedankte. Der Garten hinter dem Häuschen wurde mühevoll freigelegt und hier Wildblumensamen ausgesät. So entstand zudem ein schöner Treffpunkt für die Nachbarschaft Karstraße, die nach der Einsegnung alle Gäste zu Zwiebelkuchen und Federweißem einlud.

(heko)
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