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Nettetal
Spannende Heimatgeschichten in Rheurdt

Nettetal. Die Kolpingsfamilie Hinsbeck nahm auch vier Flüchtlingskinder mit in die einwöchige Freizeit.

"Heimat" - was ist das? Diese Frage stand als programmatischer Titel über einer Herbstfahrt der Hinsbecker Kolpingsfamilie für Kinder nach Rheurdt. Organisiert und umgesetzt hatte die Hinsbecker Kolpingsfamilie erstmalig in Eigenverantwortung.

Nach dem Besuch der Heiligen Messe ging es für mehr als 50 Kinder und Betreuer für sechs Tage nach Rheurdt ins Eichenkreuzheim. Auf die Kinder warteten unter anderem eine Rallye, ein Krimiabend, eine Wanderung zum Hülser Berg, das Spiel "Millionendeal", ein Teil-Kinoabend mit nachgespieltem Ende, Geländespiele, ein Besuch im Krefelder Zoos, ein Tier-Quiz, eine Nachtwanderung und ein Lagerfeuer mit Stockbrotbacken.

Hinzu kamen verschiedene Arbeitsgemeinschaften, deren Bandbreite vom Basteln über Wellness, Sport, Tanz und Schwimmen im Kempener "Aqua Sol" reichte. Das Tischtennisturnier über die Woche gewann Fabian Fink im Finale gegen seiner Bruder Jonathan Fink. Jeder Tag endete mit den Nachtgedanken.

Der Abschlussgottesdienst hielt Pastor Ansgar Falk unter dem Motto "Heimat". Es hatte diesmal eine besondere Bedeutung für die Kolpingsfamilie. Die Leitung hatte sich entschieden, vier Flüchtlingskinder mitzunehmen. Mitarbeiter der Nettetaler Flüchtlingshilfe vermittelten Kontakte zu einer syrischen und einer albanischen Familie. Nach Gesprächen und Besuchen fuhren Mohammed und Silva Baro sowie Alesio und Ambra Lozi mit.

Der letzte Abend beschäftigte sich mit Zirkus. Während der Woche hatten die Kinder sich in unterschiedlicher Form auf den Abend vorbereitet. Die Krönung des Abends war der Auftritt des Zauberers Tobias, der mit seinen Zauberkünsten alle Kinder in seinen Bann zog. Bei der Abschlussdisco knotete er für jedes Kind noch eine Ballonfigur nach Wunsch. Bis in den nächsten Morgen tanzten und feierten die Kinder mit ihren Gruppenleitern.

Nach dem Frühstück und dem Aufräumen, bedankten sich Friedhelm Leuf und Markus Amende bei Koch und Hausmeister Ulli für das fantastische Essen und seine Hilfsbereitschaft. Sie dankten außerdem allen Gruppenleitern für ihren verantwortungsvollen Einsatz.

Den Kindern aus Syrien und Albanien hat die Freizeit sehr gut gefallen. Sie knüpften Freundschaften mit anderen Kindern, die Sprachbarriere war da kein wirkliches Hindernis. Den Kontakt will die Kolpingsfamilie aufrecht erhalten. Auf Vermittlung der Kolpingsfamilie erhalten Alesio und Ambra Schwimmunterricht. Es steht fest, dass es eine solche Woche im nächsten Jahr in den Herbstferien geben wird.

(kai)
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