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Nettetal
SPD-Fraktion will Angebot des Schulbusses ausweiten

Nettetal. Grundschüler sollen auch dann gefahren werden, wenn sie nicht die nächstgelegene Schule besuchen

Alle Grundschüler, die in Lobberich-Ost wohnen, sollen uneingeschränkt den Schulbus nutzen können. Das wünscht sich die SPD-Fraktion und hat einen Antrag zur Schulbusbeförderung gestellt. Zurzeit sei es so, dass nur vereinzelt Kinder kostenfrei mit dem städtischen Schulbus zur Schule gebracht werden, heißt es darin: "Andere Kinder, die auf derselben Straße wohnen, können dieses Angebot jedoch nicht nutzen, da sie nach Aussage der Verwaltung ein paar Meter zu nah an der Schule wohnen."

Wie die Fraktionsvorsitzende Renate Dyck berichtet, geht der Antrag auf die Initiative von Tanja Jansen zurück. Die Vorsitzende des SPD-Ortsvereins wohne selbst in der Gegend und sei von Eltern angesprochen worden. Diese hätten berichtet, dass sie zwar näher an der Gemeinschaftsgrundschule, Im Hoverbruch 6, wohnen, ihr Kind aber lieber auf die katholische Grundschule, Sassenfelder Straße 19, schicken würden. Der Schulbus bringe den Nachwuchs allerdings nur bis zur jeweils nächstgelegenen Schule, so Dyck: "Dadurch ist man in der Schulwahl eingeschränkt oder muss sein Kind selbst mit dem Auto bringen. Zum Laufen ist es zu weit." Dabei seien die Eltern sogar bereit, für den Bus zu zahlen, berichtet die Fraktionsvorsitzende. Würde die Verwaltung den Antrag der Sozialdemokraten umsetzen, könne sie damit auch ein anderes Problem angehen, glaubt Dyck: den Verkehrsstau vor Schulen, verursacht dadurch, dass immer mehr Eltern ihr Kind mit dem Auto zum Unterricht fahren.

In einem weiteren Antrag setzt sich die SPD-Fraktion für eine "angemessene Grünflächenpflege" in Nettetal ein. Beispielsweise viele Wildkräuterwiesen würden nicht bedarfsgerecht, sondern maximal einmal im Quartal gemäht werden, sagt Dyck, und auf Bürgersteige und Fahrradwege wachsen. "Wenn man den Weg nicht mehr erkennen kann und es gefährlich wird, ist das nicht richtig", sagt die Fraktionsvorsitzende. Manche Parkplätze seien so zugewachsen, dass die Markierungen nicht mehr erkennbar seien.

(emy)
 
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