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Nettetal
SPD: Kreis hätte früher zu Venete informieren sollen

Nettetal. Der Kreis Viersen hat die Bürger zu spät über das geplante Müllumlade- und Wertstoffzentrum im Gewerbegebiet Venete informiert, findet Nettetals SPD-Fraktions-Chefin Renate Dyck. "Es war vielleicht nach rechtlichem Stand der richtige Zeitpunkt, aber bei solch einem Thema, bei dem man davon ausgehen kann, dass es kontrovers diskutiert wird, hätte man schon früher vielleicht eine Info-Veranstaltung organisieren können", sagt sie. Bislang hätten die Parteimitglieder wegen der Schulferien die neusten Entwicklungen noch nicht besprechen können. Dies wolle man aber in der heutigen Fraktionssitzung nachholen.

"Wir wollen zunächst abwarten, wie sich die Situation weiter entwickelt", sagt Dyck. "Ich wünsche mir eine kritische Diskussion zwischen allen Beteiligten." Geklärt werden müsse etwa, warum "so viel Fläche für so wenige Arbeitsplätze und für solch einen geringen Betrag" verwendet werde, sagt die Fraktions-Chefin. "Die Frage zur Verkehrsbelastung und den Lkw ist auch noch nicht ausreichend beantwortet."

Der Abfallbetrieb des Kreises Viersen (ABV) will bis zum Jahr 2019 ein neues Wertstoff- und Logistik-Zentrum realisieren. Er plant einen eigenen Umschlagplatz, um die eingesammelten Abfälle auf größere Fahrzeuge umzuladen und weiter zu transportieren. Damit sollen auf Dauer Kosten gespart werden. Privatleute sollen dort zudem Abfälle entsorgen können.

Anwohner protestieren dagegen und haben sich zu einer Gruppe formiert. Für Donnerstag, 16. November, ist eine öffentliche Veranstaltung in der Gaststätte "Zur Mühle" an der Kölner Straße 36a in Kaldenkirchen geplant. Denkbar ist für die Initiatoren etwa die Gründung einer Bürger-Initiative, sagte kürzlich Anwohner Werner Jobst.

(emy)
 
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