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Nettetal
Stadt nimmt nicht an Umfrage teil

Nettetal. "Vitale Innenstädte 2016" gilt als zu teuer und liefert keine neuen Erkenntnisse.

Die Stadt Nettetal wird nach eigenen Angaben nicht an der Untersuchung "Vitale Innenstädte 2016" teilnehmen. Das Institut für Handelsforschung (IFH) befragt in diesem Jahr bundesweit örtliche Träger - also Werbegemeinschaften, Wirtschaftsförderungen sowie Institutionen des Stadtmarketings oder der Stadtplanung. Der Einzelhandelsverband Krefeld-Kempen-Viersen legt ihnen zwar wärmstens die Teilnahme ans Herz, aber Nettetal winkt dankend ab.

Die Kosten seien mit annähernd 10.000 Euro zu hoch. Es müssten für jeden Ortsteil eigens Kosten übernommen werden, auch die Interviewer wären zu stellen. Das IFH "kann unterstützen", es liefert nur den einheitlichen Rahmen für die Untersuchung. "Die identische Befragung schafft die Grundlage für kommunale Vergleiche und einen Austausch auf Grundlage von best-practice-Beispielen", erklärt der Einzelhandelsverband.

In Nettetal verzichtet man aber auch deswegen, weil jüngst erst das Einzelhandelskonzept fortgeschrieben wurde und das eigene Stadtentwicklungskonzept abgearbeitet wird. Außerdem stützt die Stadt sich auf Ergebnisse einer nicht lange zurückliegenden Befragung durch die IHK und auf eigene Erkenntnisse, die beispielsweise in der Nette-Runde im vergangenen Jahr gesammelt wurden. Zusätzlich liefern immer wieder Studenten mit Studien zum örtlichen Einzelhandel, Dienstleistungen und Gewerbe wichtige Daten. Es seien keine "Riesenneuigkeiten" zu erwarten, sagt die Stadt.

Unterdessen hat sich der Einzelhandels- und Dienstleistungsverband Krefeld-Kempen-Viersen umbenannt in den "Handelsverband Nordrhein-Westfalen Krefeld-Kempen-Viersen". Die Handlesverbände wollen künftig auf allein nationalen Ebenen geschlossener auftreten und auf Landesebene organisatorisch enger zusammenarbeiten. Der Regionalverband Krefeld-Kempen-Viersen bleibt rechtlich eigenständig.

(lp)
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