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Nettetal
Streifzug durch zehn Gärten und Parks der Niederlande

Nettetal. Der Fotograf Artur Bomke verzauberte die Runde "Hänsbäcker Jüüte vertälle" mit 300 Aufnahmen. Von Heinz Koch

"Blühende Niederlande" sind nun wirklich nicht mehr nur der legendäre Keukenhof und die Tulpen. Damit räumte im Mundartkreis "Hänsbäcker Jüüte vertälle" Hobbyfotograf Artur Bomke gründlich auf. 35 Besucher kamen, um sich von den Fotos verzaubern zu lassen und ihm zuzuhören. Bomke hatte 300 Bilder aus seinem umfangreichen Fundus zusammengestellt, die er in zehn niederländischen Parks und Gärten aufgenommen hatte.

Ausgangspunkt war Flevoland, das erst im 20. Jahrhundert dem Ijsselmeer abgerungen wurde. Dessen Boden ist sehr gut für den Gartenbau geeignet. Deswegen haben sich dort sehr viele Blumenzüchter angesiedelt. Flevoland ist das Land der Tulpen. Hier werden überwiegend die Zwiebeln geerntet, nicht die blühenden Schnittblumen. Bomke hatte es geschickt verstanden, die großen Blumenfelder in ihrer Farbigkeit und Vielfalt zu fotografieren.

Weiter ging seine Reise zur Floriade 2012 in Venlo, wo er die faszinierende Landschaftsarchitektur der exotischen Pavillons aus Japan, Indonesien, China, Spanien, Türkei oder Belgien zeigte. Viele Bilder nahm er auch in der Villa Flora auf, dem riesigen Glashaus, das als Ausstellungsraum und Bürogebäude zugleich diente. Die Schönheit der unzähligen Orchideen fasziniert auch heute noch.

Weitere Bilder hatte Bomke im Mondo Verde (Weltgarten) bei Landgraaf aufgenommen. Im "Wereldtuin" kann der Besucher an einem Tag die ganze Welt bereisen. Er bestaunt auch exotische Blumen im botanischen Teil des Burgers-Zoos in Arnheim, den illuminierten Schlossgärten Arcen, dem Parkhof Swalmen oder am Haus Doorn, wo Kaiser Wilhelm II. mit seiner Familie im Exil lebte. Dass nicht nur Tulpen und Rosen herrliche Blüten haben, zeigte er mit Bildern aus der nicht mehr existierenden "Cactus Wereld" bei Reuver.

Das Rosendorf Lottum im Norden Venlos, wo alle zwei Jahre das Rosenfest veranstaltet wird, bildete einen weiteren Schwerpunkt. Einheimische Künstler bilden aus Rosen fantasievolle Figuren wie beispielsweise den Rattenfänger und kleine Ratten. Die Kirche im Dorfmittelpunkt wird mit einem Teppich aus Rosen verziert. Ein unvergessliches Erlebnis, das er in Bildern festgehalten hatte. Aber auch außerhalb des Festes zeigen der Rosenhof und das Rosarium die Vielfalt der Rosen, die wohl von keiner anderen Blume erreicht wird. In Lottum arbeiten die wichtigsten Rosenzüchter der Niederlande auf riesigen Anbauflächen.

Der Keukenhof fehlte aber auch nicht. Bomke erzählte, dass er ursprünglich im 15. Jahrhundert ein Kräuter-Küchengarten für die Schlossküche war. Daher stamme der Name Keukenhof (Küchenhof). Das Schloss wurde 1641 erbaut, der Garten wurde um 1860 als englischer Garten umgestaltet. Die Frühjahrsblumenausstellung gibt es seit 1949/50. An ihr beteiligen sich heute etwa 100 Züchter. Rund sieben Millionen Zwiebelblumen verwandeln Keukenhof dann in ein Blütenmeer. Mit Bildern aus der parallel zur Gartenausstellung durchgeführten Orchideenshow im "Oranje-Nassau-Pavillon" beendete er einen Abend, der von seinen Zuhörern und Zuschauern mit großem Beifall aufgenommen wurde.

Quelle: RP
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