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Nettetal
Tänzerinnen reisen mit Felix um die Welt

Nettetal: Tänzerinnen reisen mit Felix um die Welt
Seit Monaten proben die Mädchen mit Ballett-Tanzlehrerin Simone Schmitz (hinten links) für den großen Auftritt am Sonntag. Noch wenige Restkarten sind zu kaufen. FOTO: Busch
Nettetal. Die Aufregung steigt, denn am Sonntag stehen 160 Jugendliche der Tanzwerkstatt Nettetal um 15 Uhr auf der Bühne der Werner-Jaeger-Halle in Lobberich. Unsere Redaktion war bei der Probe dabei Von Jannetta Janssen

Nach den Hausaufgaben geht es für viele Mädels direkt in die Tanzwerkstatt in Lobberich. Dort steht für die jungen Tänzerinnen ein zweistündiges Ballett-Training auf dem Programm. Eine Woche ohne tanzen können sich die Mädchen nicht vorstellen: "Das gehört einfach dazu, wir freuen uns sehr auf die Aufführung", sagt die 15-jährige Christin Glasmachers, die bei sechs Tänzen mitwirkt. In diesem Jahr reisen die Schülerinnen und zwei Schüler mit dem Hasen Felix während ihrer Aufführung in verschiedene Länder und erleben viele Abenteuer. Simone Schmitz leitet die Tanzwerkstatt seit vier Jahren und macht sich im Vorfeld viel Arbeit mit der Auswahl des richtigen Themas, der Musik und den Tanzschritten für die 13 Tänze im Haupt- und neun Tänze im Vorprogramm.

Die Musik beginnt ganz leise. Eine Kirchturmuhr ertönt. Die Probe beginnt. Die Mädchen üben derzeit noch in schwarzen Ballettanzügen. Die Kostüme für die Aufführung am Sonntag um 15 Uhr wurden alle von der Großmutter einer Tänzerin genäht. "Konzentriert euch bitte", sagt die Ballettlehrerin und die jungen Tänzerinnen stellen sich im Kreis auf. "Es bleiben nur noch wenige Proben, jetzt kommt es auf kleine Details an", sagt Simone Schmitz.

Auf seiner Reise wird der Hase Felix in Transsilvanien von einem Gewitter überrascht. Das Stichwort für diese Gruppe. Sie sind die Geister von Transsilvanien. "Die Geschichte wird aus der Perspektive eines Mädchens erzählt. Sie verliert ihr Stofftier, den Hasen Felix, und bekommt von da an Post von ihm", sagt die Leiterin der Tanzwerkstatt.

Es ist jedes Mal eine Herausforderung für die 29-Jährige, eine interessante Geschichte für die Tänzer und das Publikum zu finden. Simone Schmitz arbeitet immer nach demselben Muster. Zunächst entsteht die Geschichte, diesmal auf der Grundlage des beliebten Kinderbuchs, das die Tanzlehrerin um ein paar Reisen erweitert hat. Danach begibt sich die junge Frau auf die Suche nach der passenden Musik und entwickelt Choreographien.

Christin Glasmachers ist mit ihren sechs Tänzen viel beschäftigt. Sie tanzt als Geist, Fledermaus, Dornröschen, Esmeralda und Flamingo. Zudem tritt sie im Vorprogramm mit einem Jazztanz auf. Seit zehn Jahren tanzt sie bereits Ballett und ist aufgeregt vor dem Auftritt am Wochenende: "Sich darauf vorzubereiten macht aber großen Spaß", sagt die 15-Jährige. Mit dem "Bildwechsel" ist Simone Schmitz noch nicht zufrieden. Nicht alle sind im Takt und an der Synchronität möchte die Gruppe noch weiter arbeiten.

Wenn sich am Sonntag der Vorhang hebt, erwartet die Zuschauer ein Mix aus modernen Tänzen wie Hip Hop und Jazzdance sowie dem klassischen Ballett im Hauptstück. Hase Felix schreibt Karten aus Südamerika, China, vom Schiff auf dem Pazifik und auch aus dem Urwald. Für die passende Kulisse sorgen verschiedene Requisiten auf der Bühne der Werner-Jaeger-Halle. "Die letzten Tage vor dem Auftritt sind immer sehr spannend", sagt Simone Schmitz und verspricht für Sonntag: "Es wird nicht nur getanzt, sondern auch geschauspielert."

Quelle: RP
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