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Nettetal
Tag der offenen Tür war beinahe in Gefahr

Nettetal. Der Feuerwehrlöschzug Kaldenkirchen hatte zwar weniger, aber anspruchsvollere Einsätze.

Der Feuerwehrlöschzug Kaldenkirchen verzeichnete im vergangenen Jahr weniger Einsätze als im Vorjahr. Doch waren sie insgesamt intensiver und fordernder für die ehrenamtlichen Feuerwehrleute. Dies berichteten Geschäftsführer Mario Doll und der stellvertretende Löschzugführer Tim Schummers während der Jahresversammlung im Gerätehaus.

Wie schnell der Alltag durch unvorhersehbare Ereignisse ins Wanken geraten kann, erlebten die Feuerwehrleute selbst. Sie für den Feiertag Christi Himmelfahrt ihren Tag der offenen Tür vorbereitet. Doch machte ihnen ein Einsatz fest einen Strich durch die Rechnung. Sie wurden am Vortag zu einem Dachstuhlbrand herausgerufen. Der Zeitplan für den Feiertag war bedroht, weil die Einsatzdauer nicht abzuschätzen war. Hilfe kam von den Löschzügen aus der Nachbarschaft, die hilfreich anrückten. Am Tag der offenen Tür bemerkte kein Besucher, wie knapp es geworden war.

Besonders stolz sind die Kaldenkirchener auf das iPad, das ihnen durch eine entsprechende Programmierung bei Einsätzen wertvolle Informationen gibt. Es zeigt beispielsweise an, wo sich Hydranten in der Nähe eines Einsatzortes befinden, über Karten können Wehrleute auch die Ausdehnung eines Gebäudes nachvollziehen, dass sie bis dahin nicht kennen. Abrufen könne sie Informationen zu Gefahrstoffen und vieles andere mehr. Torsten Trienekens dankte den Mitgliedern für ihren Einsatz. Nach Angaben von Doll und Schummers wurden sie 107 Mal herausgerufen, im Jahr 2014 waren es noch 122 Alarmierungen. Die Intensität spiegeln 5434 Einsatz-, Dienst- und Lehrgangsstunden wieder. Ortsvorsteher Ingo Heymann dankte dem Löschzug für die Anstrengungen. Er und Kaldenkirchens Bürgerschaft sähen in der Feuerwehr einen verlässlichen Partner, nicht nur im Einsatz, sondern auch außerhalb des Dienstes.

Als Sprecher der Ehrenabteilung berichtete Hans Moors über Aktivitäten der 22 Mitglieder, die 1109 Lebensjahre angesammelt haben, aber alle sehr aktiv geblieben sind. Er fügte einige kritische Gedanken hinzu, indem er die Vergangenheit mit der Gegenwart im Löschzug verglich. Vieles habe sich im Laufe der Jahre verändert - ob das besser oder schlechter ist, ließ er allerdings offen. Wichtig sei ihm die Kameradschaft zwischen Aktiven und Passiven und die Bereitschaft, miteinander persönliche Gespräche zu führen. Sie seien anderen Möglichkeiten der Kommunikation in jedem Fall vorzuziehen.

Nach der Entlastung von Kassierer Heinz Wilhelm Bonnacker. Standen einige Ehrungen an. Für ihre langjährige Verbundenheit zur Feuerwehr dankte Löschzugführer Torsten Trienekens Jörg Gerold für 25-jährige Mitgliedschaft, für 35 Jahre Hans Wilhelm Bonnacker und gar für 60-jährige Mitgliedschaft Hans Schummers.

Quelle: RP
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