| 00.00 Uhr

Nettetal
Temperamentvoller Abend mit melancholischem Ausklang

Nettetal. In der Werner-Jaeger-Halle zeigten bei der "Showtime" Ensembles und Solisten der Musikschule ihr Können Von Angela Wilms-Adrians

Eine "super krasse Entertainment-Show" hatte Nina de Almeida den Besuchern in der Werner-Jaeger-Halle versprochen - und sie hielt Wort. Im pulsierenden Crossover fanden Sinfonieorchester, Allstar Band und die Big Band "Shake" der Kreismusikschule Viersen zusammen, um mit Temperament, Intensität und zündenden Klangmalereien eine mitreißende Showtime 2.0 auf die Bühne zu bringen.

Dirigent Georg Klinkenberg kitzelte aus dem Orchester geschickt die Klangmöglichkeiten heraus, die die Kombination hergab. Ein feines Vorspiel auf dem Piano war zum Dahinschmelzen, die Schlagzeuger inszenierten rhythmische Feuerwerke und die Streicher setzten leidenschaftliche Akzente. Veith Kloeters hatte die Arrangements mit viel Geschick auf die Formation zugeschnitten. Ein witziger optischer Effekt war der Moment, als die Musiker ihre Instrumente rhythmisch in die Höhe tanzen ließen.

Garanten fürs Gelingen waren ebenso die Sänger Nina de Almeida, Andreas Lehnen, Stefanie Kunschke und Dustin Abeler. Absolut unverkrampft und authentisch rappten und sangen sie mit vollem Einsatz - es war eine Lust, sie zu hören und zu sehen. Mit markanter Stimme interpretierte Andreas Lehnen hinreißend Pop-Größen wie Robbie Williams und war dabei auch immer er selbst. Dustin Abeler hat Gestik und Attitüde der Rapper verinnerlicht und vertrat kraftvoll unverfälscht das Genre. Nina de Almeida gestaltete ihre ausdrucksstarken Einsätze mit Gefühl, fordernder Impulsivität und Energie. Sie kommunizierte mit dem Publikum - keck, zündend und absolut sympathisch.

Als charmante Einlage zeigte der Kinder- und Projektchor eine hinreißend fröhliche Nummer. Einstudiert hatte sie Stefanie Kunschke, die später im emotionsgeladenen Solo stimmgewaltig begeisterte.

Natürlich gab es für alle jubelnden Applaus, der mit Zugaben belohnt wurde. Das Finale geriet zum ergreifenden Abschied. Zum letzten Song verließen die Musiker einer nach dem anderen das Podium. Schließlich blieb nur noch der Gitarrist übrig. Er ließ den mitreißenden Abend melancholisch ausklingen.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Nettetal: Temperamentvoller Abend mit melancholischem Ausklang


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.