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Nettetal
Venete: Bürgermeister sieht Vermarktung gefährdet

Nettetal. Bürgermeister Christian Wagner (CDU) hat in einer Beschlussvorlage Stellung zum Bau des geplanten Wertstoff- und Logistikzentrums (WLZ) auf dem Venete-Areal in Kaldenkirchen bezogen: "Die Stadt Nettetal sieht in der Ansiedlung des Wertstoff- und Logistikzentrums des Abfallbetriebes des Kreises Viersen deutliche Risiken für eine erfolgreiche Vermarktung des Gewerbe- und Industriegebietes in Nettetal-Kaldenkirchen", heißt es in der Unterlage zur "Neubewertung der Ansiedlung des WLZ des Abfallbetriebes des Kreises Viersen". Die soll in der nächsten Ratssitzung am Dienstag, 19. Dezember, 18 Uhr, diskutiert werden.

Der nach der Übernahme der Flächen von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis beabsichtigte Neustart werde "zumindest kurz- und mittelfristig als gefährdet angesehen". Wagner schreibt: "Die Verwaltung wird daher beauftragt, unverzüglich in Gespräche mit den verantwortlichen Entscheidungsträgern des ABV mit dem Ziel einzutreten, alternative Lösungen zu finden, die den berechtigten Interessen der Stadt Nettetal an einer erfolgreichen Vermarktung des Gebietes Rechnung tragen." Außerdem sollen die "massiven und intensiven Befürchtungen und Bedenken" der Bürger gebündelt und in den weiteren Entscheidungsverlauf eingebracht werden. In der vergangenen Woche hatte sich Wagner mit Vertretern der neu gegründeten Bürgerinitiative "Venete - so nicht!" zu einem Gespräch getroffen.

Bau- und Umweltdezernent Andreas Budde hatte jüngst angekündigt, die geplante Müllumladestation durchsetzen zu wollen. "Ich halte das Projekt für so wichtig, dass wir es dem Bürger schuldig sind", sagte der Leiter des ABV. Die Umschlaghallen sollen auch dann errichtet werden, wenn sich die Stadt Nettetal gegen den vorgelagerten Wertstoffhof entscheidet - für den bislang das Planungsrecht fehlt. Demnach könne der Bau voraussichtlich 2019 realisiert werden. Insgesamt würde das WLZ knapp zehn Millionen Euro kosten.

(emy)
 
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