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Nettetal
Viel Theater für die Werner-Jaeger-Halle

Nettetal: Viel Theater für die Werner-Jaeger-Halle
Das Musical "Evita" wird in Nettetal am 9. Oktober gezeigt. FOTO: Haymann
Nettetal. 42 Veranstaltungen bietet das städtische Kulturprogramm Nettetals in der neuen Spielzeit. Spielstätte ist die Lobbericher Werner-Jaeger-Halle Von Birgitta Ronge

Statt bislang 33 Veranstaltungen hat die Stadt Nettetal für die neue Spielzeit 2016/2017 nun 42 ins Programm aufgenommen. Spielstätte ist weiterhin die Werner-Jaeger-Halle in Lobberich. "Mit den 42 Stücken zeigen wir, dass die Werner-Jaeger-Halle wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens in Nettetal ist", sagt Kulturdezernent Armin Schönfelder. Mit einer Sanierung der Halle sei "das Kulturprogramm mitnichten infrage gestellt", so Schönfelder: "Es ist ein Statement in Richtung Kultur." Und bis die Halle nicht saniert ist, werden auch die Ticketpreise nicht erhöht. Das erklärte Schönfelder gestern bei der Vorstellung des Programms für die neue Spielzeit. Erst wenn die Halle saniert sei, könne man über eine Anpassung der Preise sprechen.

Die Abonnements 1 und 2 umfassen jeweils fünf Stücke. Im Abo 1 zu sehen sind die Komödie "Alles über Liebe" (25. September), die Tragikomödie "Unwiderstehlich" (5. November), die Weihnachts-Tanzshow "Irish Christmas" (18. Dezember), die Komödie "Der letzte der feurigen Liebhaber" (14. Januar) und die Tragikomödie "Vater" (15. März). Im Abo 2 zu sehen das Musical "Evita" (9. Oktober), die Komödie "Bis gleich" (29. Oktober), das Schauspiel "Terror" (2. Dezember), die Komödie "Kunst" (27. Januar) und das Schauspiel "Jeder stirbt für sich allein" (24. März). Mit dieser Auswahl präsentiert die Stadt humorvolle wie ernste Stücke. Die Tragikomödie "Vater" mit Schauspieler Peter Striebeck etwa erzählt von dem 80-jährigen André, für den sich die Welt immer mehr in ein Labyrinth verwandelt. Die Erzählstruktur ist ungewöhnlich, verfolgen die Zuschauer die Handlung doch nicht chronologisch, sondern aus der Erlebniswelt des demenzkranken Mannes.

Das Stück "Terror" von Ferdinand von Schirach bindet das Publikum ein: Im Mittelpunkt steht ein Kampfjetpilot, der den Auftrag erhält, einen voll besetzten, von Terroristen gekaperten Airbus abzudrängen, der auf die ausverkaufte Münchner Allianz Arena zusteuert. Das gelingt nicht, und der Pilot entscheidet, den Airbus abzuschießen, um das Leben der Zuschauer in der Arena zu retten. 164 Airbus-Insassen sterben. Ist der Pilot nun schuldig oder nicht? Die Zuschauer müssen in der Pause Stimmzettel mit ihrer Meinung dazu abgeben - danach entscheidet sich, wie das Stück nach der Pause weitergeht.

Nicht in den Abo-Reihen ist das Stück "Er ist wieder da" nach Buch und Film von Timur Vermes (12. März). Für dieses Stück gehen alle Karten in den Einzelverkauf. Es handelt von Adolf Hitler, der im Jahr 2011 mitten in Berlin aufwacht und nichts wiedererkennt. Die Leute lachen über ihn, halten ihn für einen Schauspieler und fragen, ob er noch andere Rollen kann. Das Stück sei sicherlich für Schüler interessant, sagt Dick, "wir hoffen aber, damit auch die Zielgruppe der Über-20-Jährigen anzusprechen".

Eine weitere Säule des Kulturprogramms bieten das "Besondere Programm" und das Kinder- und Jugendtheater. Das "Besondere Programm" umfasst 15 Veranstaltungen mit Kabarettisten und Comedians, einem "Puppenflüsterer" sowie die 9. Nettetaler Comedy-Nacht. Sechs Veranstaltungen davon führt die Nettekultur gemeinsam mit der Veranstaltungsagentur "Unnormal Entertainment" aus Viersen durch. Für Drei- bis Dreizehnjährige gibt es insgesamt zehn Veranstaltungen, der Eintritt kostet stets fünf Euro.

Quelle: RP
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