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Nettetal
Voormans geht in Südafrika ins Handbike-Rennen

Nettetal: Voormans geht in Südafrika ins Handbike-Rennen
Der Lobbericher Stefan Voormans startet Mitte Februar mit dem neuen Handbike bei der Toer de Kaap in Südafrika. FOTO: Herbert van Dam
Nettetal. Nachdem Stefan Voormans als Handbiker bei zwei Showrennen in Indien für Aufsehen gesorgt hat, hat er sich nun eine neue Herausforderung vorgenommen: die "Toer de Kaap" (TDK). Das ist ein einwöchiges Handbike-Rennen durch Südafrika. Von Paul Offermanns

Es beginnt am Samstag, 15. Februar, mit dem OCC-Race in George, einem Rennen auf der Marathondistanz von 42,2 Kilometern.

Tags darauf startet die Rundfahrt in sechs Etappen. 557 Kilometer und 4100 Höhenmeter stehen Voormans und seinen Mitstreitern dann bevor. In der Handbikeszene ist das Rennen als härtestes auf dem Planeten bekannt. Bilder von den Bergpässen haben Voormans auch schon reichlich Respekt eingeflößt. Die Höhenmeter sind mit einer Alpenüberquerung zu vergleichen. "Dazu noch eine Distanz von durchschnittlich 85 Kilometer am Tag haben es schon in sich", sagt der Lobbericher. Die Zeit wird bei den Rennen nicht gemessen.

Gewonnen hat der Fahrer, der am 21. Februar wieder in George ankommt. "Das können alle gestarteten Männer und Frauen sein", sagt der 43-Jährige. Sieben Handbiker kommen aus Südafrika, drei aus Großbritannien und einer aus Australien. Voormanns ist der einzige deutsche Starter. Er meinte schmunzelnd: "Ich halte also mal wieder die deutschen Fahnen hoch. Die Flagge habe ich auch schon an meine Fahnenstange montiert. Diese ist übrigens Pflicht, da wir ja im normalen Straßenverkehr unterwegs sein werden."

Schon jetzt begeistert ist der Handbiker von der Organisation des Rennens: "Zwei Begleitfahrzeuge versorgen uns nicht nur während des Tages mit Getränken und Essen, sondern transportieren auch die Rollstühle und das Gepäck von Unterkunft zu Unterkunft. Die Hotels oder Lodges sind barrierefrei und bereits gebucht." Das kommt dem Lobbericher besonders gelegen, da seine Vorbereitungszeit durch den Indien-Aufenthalt nur kurz ist. Momentan trainiert er drei Tage auf der Rolle: jeweils um die 70 Kilometer pro Tag. Seine Trainingsstrecken führen über anspruchsvolles Terrain mit Steigungen bis zu acht Prozent: "Dabei verbrenne ich 1200 Kalorien. Am vierten Tag gehe ich zum Krafttraining, und am fünften Tag pausiere ich. Danach beginnt es wieder von vorne."

Voormans ist zuversichtlich, dass das neue Unternehmen klappen wird: "Die Formkurve stimmt und bis zum Abflug nach Kapstadt werde ich wohl fit genug sein, um das Rennen zu überstehen. Schon jetzt erreiche ich Leistungswerte, wie nie zuvor." Holger Falk vom reha-team West begleitet ihn. Er ist auch als Fahrer für eines der Begleitfahrzeuge eingeteilt. Das reha-team West stellte Voormans auch ein neues Handbike zur Verfügung.

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