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Nettetal
Wagner wirbt in der Frauen-Union für Leitziele

Nettetal. Die Stadt fördert Bildung, Wohnen und Arbeiten.

"Wir haben ein Plus", verkündete Bürgermeister Christian Wagner bei seiner Ansprache zur Hauptversammlung der Frauen-Union. Die CDU-Frauen schauten ungläubig in die Runde, schließlich kennen auch sie die Sorgen der Stadt um das Defizit im Haushalt. Auch wenn die Haushaltssperre kurz vor Jahreswechsel teilweise aufgehoben wurde, muss die Stadt in den nächsten fünf Jahren zwei Millionen Euro sparen.

Doch Wagner meinte es anders. Er berichtete über die "Leitziele 2015 plus" und die geplante Umsetzung. "Das Plus müssen wir jetzt mit Leben füllen", sagte er. So wiederholte er den Standardsatz, der in diesem Zusammenhang immer fällt: Die Lebensqualität in Nettetal erhalten, die Wirtschaftskraft stärken und Kindern, Jugendlichen und Familien Chancen geben. "Machen Sie mit, bringen Sie sich ein", appellierte er an die Runde der 15 anwesenden Frauen.

Er sei fest davon überzeugt, dass Nettetal attraktiv für Bürger, Neubürger und Wirtschaftsunternehmen ist. Viele Baugebiete seien in Breyell, Schaag und Lobberich auf den Weg gebracht, "in Lobberich boomt es regelrecht", stellte er fest. Die Stadt wolle gerne Sport, Kultur und andere Freizeitaktivitäten über Generationen hinwegermöglichen und dabei bürgerschaftliches Engagement dauerhaft stärken. "Um unsere Sportanlagen beneiden andere Städte und Gemeinden uns", berichtete der Bürgermeister. Die von den Bürgern besonders geschätzten Faktoren Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung wolle die Stadt im Zusammenwirken mit der Polizei und den Bürgern selbst gewährleisten. Das seien Kriterien, mit denen die Stadt wirksam um neue Bürger werben könne. "Nettetal will gute Bildung", sagte er, dafür setze sich die Stadt ein. Er erinnerte an die Ausstattung des Schulzentrums Kaldenkirchen und des Werner-Jaeger-Gymnasiums mit IT-Technik. Am Gymnasium wurde der Chemieraum auch modernisiert. Danach war die Gesprächsrunde frei für Diskussionen. Gaby Glatz hatte zuvor das abgelaufene Jahr noch einmal Revue passieren lassen. Die Frauen-Union hatte bei einer Rechtsanwalts-Kanzlei das Thema Patientenverfügung und Vollmacht aufgenommen, das Hospiz in Dülken besucht und eine Rundreise durch die Flüchtlingseinrichtungen in Nettetal unternommen. Der Besuch eines Bestatter-Unternehmens gab Anlass zur Diskussion mit dem Bürgermeister über die hohen Bestattungskosten in Nettetal.

(ivb)
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