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Nettetal
Wie das Wasser in den Hahn kommt

Nettetal: Wie das Wasser in den Hahn kommt
Die Schüler der Gemeinschaftsgrundschule "Im Hoverbruch" in Lobberich haben mit Ulrike Janoczek von der Deutschen Umwelt-Aktion ein Klärwerk gebastelt. FOTO: Franz-Heinrich Busch
Nettetal. In Kooperation mit den Stadtwerken lernen Grundschulkinder umweltbewusst mit Wasser umzugehen. Mit einem selbstgebauten Klärwerk erfahren sie, wie aufwendig es ist, das Wasser zu reinigen Von Inge von den Bruck

Die Stadtwerke haben einen pädagogischen Umweltunterricht zum Thema "Wasser" angeboten. Die Drittklässler der Gemeinschaftsgrundschule "Im Hoverbruch" erfuhren von Ulrike Janoczek von der Deutschen Umwelt-Aktion (DUA), warum Wasser so wertvoll ist und wofür man Wasser überhaupt benötigt.

Die Kinder hatten gleich Vorschläge parat: "Zum Zähneputzen und um das Gesicht zu waschen", schlugen sie vor. Auf die Frage, wie viel Wasser der Mensch täglich benötigt, antwortete ein Schüler spontan: "Mindestens drei Liter pro Tag." Die Umweltpädagogin klärte die Kinder auf, drei Liter müsse man täglich trinken. Durchschnittlich nutze jeder Mensch pro Tag 121 Liter. "Zum Tee-Kochen, zum Duschen, zum Spülen und zum Wäsche-Waschen, um nur einige Beispiele zu nennen", sagte Ulrike Janoczek. Wer ein Bad nehmen möchte, benötigt 200 Liter für eine volle Badewanne. Da machten die Kinder große Augen.

Neben dem Verbrauch von Wasser erläuterte sie auch, was mit dem Wasser anschließend geschieht, wie es gereinigt wird und zurück ins Haus gelangt. Wie das Wasser im Klärwerk gereinigt wird, führte die Referentin den Kindern mit Hilfe einer selbst gebauten Kläranlage vor. Für die Drittklässler war allein das Basteln der Kläranlage ein spannendes Erlebnis.

"Woher kommt eigentlich unser Wasser", wollte Ulrike Janoczek anschließend wissen. Bevor das Wasser benutzt werden kann, muss es aus Flüssen, Seen oder der Erde in das Wasserwerk gepumpt werden. "Das regnet in die Erde", riefen die Kinder. "Richtig, und aus der Erde wird das Wasser in das Wasserwerk gepumpt", bestätigte Ulrike Janoczek den Kindern, die zuvor im Sachkundeunterricht das Thema Wasser behandelt hatten. Immerhin befinde sich das Wasser in Lobberich 120 Meter tief in der Erde. Somit sei es nicht selbstverständlich, sauberes Wasser aus dem Hahn zu nutzen, erklärte Ulrike Janoczek. Je mehr das Wasser verschmutzt sei, desto aufwendiger ist es, das Wasser zu reinigen. "Es ist also wichtig, dass wir mit Wasser sorgfältig umgehen und es nicht unnötig stark zu verschmutzen", wies Ulrike Janoczk auf den sparsamen Umgang mit sauberem Trinkwasser hin.

Schnell kamen die Kinder auf eine Idee, wie man Trinkwasser einsparen kann. "Ich drücke jetzt immer die Stop-Taste, wenn ich zur Toilette gehe", versprach Lisa. Und David wunderte sich, wie schnell nur ein Tropfen Spülmittel das Wasser verschmutzen kann. Er hatte im Unterricht erstaunt zugesehen, wie eine Büronadel zunächst auf der Wasseroberfläche schwamm, durch die Zugabe nur eines Tropfens Spülmittel jedoch unterging. "Auch dadurch würde verschmutzt", hatte er gelernt.

Durch diese kleine Wasserkunde hoffen die Stadtwerke, die Grundschüler ein wenig sensibilisiert zu haben. "Wird der Gedanke des Umweltschutzes zuhause umgesetzt, haben wir unser Ziel erreicht", sagte Stadtwerke Geschäftsführer Norbert Dieling.

Quelle: RP
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