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Nettetal
WIN will CDU-Vorherrschaft brechen

Nettetal. Die Wählergemeinschaft "WIN – Wir in Nettetal" will sich zur Kommunalwahl deutlich absetzen von anderen Parteien und Wählerinitiativen. Kernziel sei es, die seit 39 Jahren bestehende Vorherrschaft der CDU im Stadtrat zu brechen, erklärte WIN-Sprecher Hajo Siemes bei der Vorstellung des Wahlprogramms.

Verkrustete Strukturen gelte es aufzudecken. "Die Politik der Herrenrunde muss gebrochen werden", betonte Siemes. Eine hitzige Diskussion um die von einigen als unerträglich arrogant und anmaßend bezeichnete Politik der CDU im Rat und in den Ausschüssen sowie ihr unmittelbarer Einfluss auf die Verwaltung stoppte die stellvertretende Vorsitzende Christa Geritz. Dies sprenge das Versammlungsziel.

Die Wählergemeinschaft fordert mehr Bürgernähe in der Verwaltung. Sie setzt auf mehr Bürgerentscheide und einen Neujahrsempfang, der offen sei für alle Bürger. Feste Fragestunden für Bürger im Rat bis hin zu einem offenen Bürgerforum auf der Internetseite der Stadt Nettetal, in dem Bürger mit Politik und Verwaltung diskutieren, sind weitere Forderungen. In der Schulpolitik spricht sich WIN für eine Dependance der Gesamtschule in Lobberich aus. Die Hauptschule und Realschule in Kaldenkirchen sollten bestehen bleiben. Außerdem tritt WIN für ein städtisches Jugendamt ein, die Ausgaben für Kultur und Wissenschaft dürften auch in der Krise nicht gekürzt werden. Die Sportförderung der Stadt sei verbesserungsfähig. WIN tritt für den Bau der Sporthalle in Kaldenkirchen ein.

In Breyell soll für die Ansiedlung der MEG die Autobahn eine Bedarfsausfahrt erhalten, um Lötsch vom Verkehr zu entlasten. Bus und Bahn müssten deutlich aufgewertet werden. Für den Klimaschutz soll die Stadt Förderprogramme für regenerative Energieversorgung unterstützen.

Quelle: RP
 
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