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Nettetal
Wirtschaftsgespräch zieht um ins Haus Bey

Nettetal: Wirtschaftsgespräch zieht um ins Haus Bey
Haus Bey in Hinsbeck war einst Jagdschloss und Witwensitz des nahegelegenen Schlosses Krickenbeck. FOTO: Franz-Heinrich Busch
Nettetal. Über "Herausforderungen und Chancen für den Wirtschaftsstandort Niederrhein" wird IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz sprechen. Erstmals findet die Veranstaltung nicht auf Schloss Krickenbeck, sondern im Haus Bey statt. Von Ludger Peters

Zum 35. Mal lädt Nettetals Bürgermeister am Dienstag, 10. November, zum "Nettetaler Wirtschaftsgespräch" ein. Gastreferent ist diesmal Jürgen Steinmetz. Der neue Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein (IHK) will über den Wirtschaftsraum Niederrhein sprechen. Versammelten sich bisher aber Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung im Rittersaal von Schloss Krickenbeck, so lädt Christian Wagner diesmal ins nur einen Steinwurf entfernte Haus Bey ein.

"Wir hatten großes Interesse daran, den neuen IHK-Hauptgeschäftsführer bei uns sprechen zu lassen", sagt Nettetals Wirtschaftsförderer Dietmar Sagel. Gleichzeitig wäre es die Premiere in der Zusammenarbeit mit den neuen Besitzern von Schloss Krickenbeck, der französischen Chateauform-Gruppe geworden. Die Hausleitung in Krickenbeck wäre der Stadt gerne entgegengekommen, doch scheiterte die Veranstaltung im Schloss an Terminproblemen. "Dankbar" sei die Stadt daher Frank Veikes, dem Gastronomen von Haus Bey, dass er sein Haus gerne zur Verfügung stellt.

Der Abend verspricht sehr interessant zu werden. Denn Jürgen Steinmetz, der zu Beginn des Sommers Dr. Dieter Porschen an der IHK-Spitze nachfolgte, wird sich einerseits mit dem "leistungsstarken Wirtschaftsraum" Niederrhein befassen. Die geografische Lage im Herzen Europas, die exzellente Anbindung an Fernstraßen, Bahnstrecken und Wasserwegen hat bisher diesen Raum begünstigt. Doch das allein reicht heute nicht mehr aus. So muss die bröckelnde Infrastruktur - man denke an gleich drei Brücken über den Rhein, die saniert werden müssen (zweimal Duisburg sowie Leverkusen) - saniert und die Breitbandversorgung dringend ausgebaut werden. Energiewende, Fachkräftemangel, Flächenverknappung und andere Einflüsse auf die Wirtschaft müssen abgewogen und gestaltet werden. Steinmetz bringt langjährige kommunale Erfahrung aus seiner Tätigkeit beim Rheinkreis Neuss mit, wo er zuletzt allgemeiner Vertreter des Landrats war. Als Dezernent war er unter anderem verantwortlich für Wirtschaft und Wirtschaftsförderung.

Quelle: RP
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