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Stephan Liehr
2500 Metal-Fans auf der Halde erwartet

Neukirchen-Vluyn:: Dong-Open-Air 2014 wird zur Hitzeschlacht
Neukirchen-Vluyn:: Dong-Open-Air 2014 wird zur Hitzeschlacht FOTO: Siegfried Wensierski
Moers. Dong Open Air findet vom 16. bis zum 18. Juli wieder auf der Halde Norddeutschland statt. Gefeiert wird das 15. Festival.

Herr Liehr, das Dong Open Air wird 15 Jahre alt. Hätten Sie diesen Erfolg erwartet, als Sie mit Ihren Freunden das Festival gründeten?

Stephan liehr Das hat sich so entwickelt. Das erste Festival haben wir mit 100 Zuhörern auf einer Wiese neben der Halde Norddeutschland gefeiert. Ich erinnere mich gut daran, wie wir die Bühne selbst zusammen geschoben haben. In diesem Jahr erwarten wir auf der Halde 2500 Besucher, 750 Bands aus aller Welt haben sich um einen Auftritt beworben, und auf der Halde bauen wir ein neues und größeres Zelt auf. Wir sind uns aber insofern treu geblieben, dass wir weiter Underground-Bands auf dem Dong Open Air in den Fokus stellen.

Welche dieser Underground-Bands legen Sie Metalfans ans Herz?

Liehr Aus Mexiko kommt die Band "War Kabinett". Mit dem Dong Open Air hat sie die Leidenschaft zu Musik gemeinsam. Sie spielt gerne Metal und möchte es der Welt zeigen. Wir unterstützen die Anreise.

Sie haben sich ein neues Festivalzelt angeschafft. Welche Vorteile bietet Ihnen die neue Behausung?

Liehr Das neue Zelt wirkt optisch schöner. Wir versprechen uns zudem eine bessere Akustik und bessere Produktionsbedingungen.

Wie laufen die Vorbereitungen?

Liehr Ein Kollege aus unserem vierköpfigen Organisationsteam ist bereits vor Ort und kümmert sich intensiv um alle Belange. Wir anderen werden in den nächsten Tagen nach und nach anreisen. Auf dem Festival werden wir von 100 helfenden Händen unterstützt. Es sind Leute aus unserem Freundeskreis, aber auch viele junge Leute. Das Zelt wird noch in dieser Woche aufgebaut. Ab Montag ist dann eine große Crew auf der Halde vor Ort, die sich um die notwendige Logistik, um Gastronomie, Bühnenaufbau und alles Notwendige kümmern wird.

Die Macher des Freefall Festivals in Moers, das wie das Dong Open Air eine von jungen Leuten initiierte Musikveranstaltung ist, hören in diesem Sommer auf. Haben Sie Verständnis für die Entscheidung?

Liehr Ich kann sie sehr gut nachvollziehen. Unser Orga-Team bestand über die Jahre aus 14 Menschen, die sich aus Leidenschaft für die Musik engagiert haben. Heute sind nur noch vier übrig geblieben, die die Realisierung schultern müssen. Trotzdem sind Festivals wie das Dong Open Air oder Freefall wichtig, weil sie aus Leidenschaft entstanden sind und es nicht um den finanziellen Gewinn geht. Wir schließen nicht, wenn wir keinen Gewinn machen, benötigen aber die Unterstützung und Förderung, um den großen Aufwand neben dem Beruf stemmen zu können.

Sie leben heute in Hamburg. Was motiviert Sie, sich weiter für das Dong Open Air zu engagieren?

Liehr Das kann ich gar nicht richtig beantworten. Wir haben einen Stein ins Rollen gebracht und jahrelang daran gewirkt, dass das Festival dieses Standing erreicht. Und darauf bin ich stolz. Jedes Festival auf dem Gipfel des künstlichen Berges ist irgendwie auch ein Abenteuer.

Auf welche Band freuen Sie sich?

Liehr Ich bin auf "Mantar" sehr gespannt. Die Band, ein Schlagzeuger und Gitarrist, besteht erst seit kurzer Zeit und hat sich schon in die Köpfe der Leute gespielt. Sie spielen eine Mischung aus Black Metal und Rock'n'Roll. Das ist mal ein etwas anderer Sound auf dem Festival.

Gibt es noch Tickets?

Liehr Ja, der Vorverkauf läuft noch bis Sonntag. www.dongopenair.de

ANJA KATZKE FÜHRTE DAS GESPRÄCH

Quelle: RP
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