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Neukirchen-Vluyn
40 Jahre Musikschule

Neukirchen-Vluyn: 40 Jahre Musikschule
Mit einer Jubiläumsgala feierte die Musikschule ihr 40-jähriges Bestehen. FOTO: Klaus Dieker
Neukirchen-Vluyn. 800 Kinder, Jugendliche und Erwachsene musizieren in der Musikschule. Seit 1975 wurden viele Talente gefördert. Durch das Jeki-Programm in den Grundschulen wird seit 2009 allen Kindern musische Bildung ermöglicht. Von Ulrike Rauhut

Das Jahr 2015 steht in der Musikschule Neukirchen-Vluyn ganz im Zeichen des 40-jährigen Bestehens. Einen Höhepunkt stellte dabei die Jubiläumsgala am Samstag dar. In der Kulturhalle begrüßte Dieter Dowideit, der Vorsitzende des Trägervereines, viele Freunde und Förderer der Musikschule sowie andere Kulturschaffende der Stadt. Mit dem bekannten "Halleluja" aus dem "Messias" von Händel eröffneten der Kammer- und der Madrigalchor der Musikschule unter der Leitung von Gabriele Hegemann den musikalisch abwechslungsreichen Abend.

Im September 1975 begann an der neu gegründeten Musikschule der Musikunterricht mit 143 Schülern und sieben Lehrern. Heute werden rund 800 Schüler von 30 Lehrkräften in 20 verschiedenen Fächern unterrichtet. Auch gibt es verschiedene Ensembles, in denen gemeinsam musiziert wird. Seit 2009 hat die Musikschule in den renovierten Räumen der ehemaligen Diesterwegschule an der Hartfeldstraße ihr Domizil. In seinem Grußwort würdigte der stellvertretende Bürgermeister Kurt Best die Musikschule als überaus wichtigen Bestandteil des kulturellen Lebens von Neukirchen-Vluyn.

Er sprach von der förderlichen Wirkung, die das Erlernen eines Instruments und das gemeinsame Musizieren auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen habe. Besonders lobenswert sei die Teilnahme der Musikschule am Projekt "Jeki" (Jedem Kind ein Instrument), das vor Kurzem zu "Jekits" (Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen) erweitert wurde. Vielen Kindern werde damit der Zugang zu musikalischem Unterricht ermöglicht.

Neben der Stadt sagte auch Bernd Zibell als Mitglied des Vorstands der Sparkasse am Niederrhein weitere finanzielle Unterstützung zu. Er bedankte sich ausdrücklich bei allen ehrenamtlich Engagierten sowie dem Dozententeam um Schulleiter Steffen Molderings, dass sie den Kindern helfen, beim Üben durchzuhalten, ihre Fähigkeiten auszubauen und sich zu starken Persönlichkeiten zu entwickeln.

Dass dies in der Vergangenheit gelungen ist, beweisen die Talente, die hier im Laufe der Zeit entdeckt und gefördert wurden. Einige von ihnen zeigten eindrucksvolle Proben ihres Könnens. So präsentierte die Blockflötistin Beate Alsdorf, die heute in Köln unterrichtet und in internationalen Ensembles spielt, zusammen mit Tina Jungemann und Max Brandt das "Pink Panther"- Thema in einem witzigen Arrangement inklusive Schnippen. Alle drei sind ehemalige Schülerinnen von Gabriele Hegemann.

Ebenfalls von Hegemann wurde Evelyn Zieglers Talent gefördert, die heute als Sopranistin eine gefragte Konzertsängerin und Solistin ist. Sie sang mit starker, glasklarer Stimme "Summertime" von George Gershwin, begleitet von Svenja Spickers am Flügel. Als junge, hoffnungsvolle Talente, die bereits zahlreiche Preise gewonnen haben, traten Lasse Opriel (Geige) und Jan Lammert (Jazzpiano) auf. Gemeinsam spielten sie "Black Orpheus" von Luiz Bonfá.

Von Jazz bis Operette reichte die Bandbreite des Abends, der von Gesangslehrer Arno Brechmann charmant moderiert wurde. "Ohne musische Bildung wäre die Gesellschaft ärmer", sagte Bernd Zibell, der auch die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernommen hatte. Alle Redner wünschten der Musikschule für die Zukunft viel Glück, gutes Gedeihen und immer den richtigen Ton.

Quelle: RP
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