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Neukirchen-Vluyn
50 Jahre "Invalidenbänksken"

Neukirchen-Vluyn. Die nachbarschaftliche Gemeinschaft aus Niep feierte Jubiläum. Von Sabine Hannemann

Seit fünf Jahrzehnten besteht die nachbarschaftliche Gemeinschaft "Et Invalidenbänksken" in Niep. Kein Verein, sondern eine Art Klub mit Kultstatus, so ist am Samstag auf dem Jubiläumsfest hinter der Nieper Feuerwehr von den Aktiven zu erfahren. Die Mitglieder feierten bei hochsommerlichen Temperaturen ein Wiesenfest auf der ehemaligen Schulwiese. Bürgermeister Lenßen gratulierte.

"Das letzte Wiesenfest haben wir vor 20 Jahren gefeiert", wie Friederike Krinke erzählte. Unter den Gästen waren auch Marlies Klingenberg, Gerda Lenßen und Dieter Opkamp. An die Anfänge kann sich die Runde erinnern. "Et Invalidenbänksken gab es schon vor unserer Generation", hieß es. Mitglied wird man in dieser Gemeinschaft nur auf Antrag, und der Bezug mit dem Nieper Ortsteil muss stimmen. Angefangen hatte alles vor mehr als einem halben Jahrhundert, als sich Nieper immer auf einer einfachen Bank zum Klönen trafen. Dieter Opkamp: "Die erste Bank muss an der Krefelder Straße gestanden haben." Aus der Geselligkeit machten die Invalidenbänkler eine Regelmäßigkeit.

"Wir treffen uns immer am ersten Freitag im Monat im Gasthaus Sellner, damals noch Kühnemann", sagte Friederike Krinke. Die Nieper Gemeinschaft tauscht sich aus, über das, "was alles passiert ist." Zu den weiteren Aktivitäten gehört eine Müllsammelaktion im Frühjahr, das Säubern der Nistkästen und das Streichen und Reparieren von gut 20 Bänken im Nieper Umfeld, sowie weitere gesellige Termine wie das Seniorencafé oder die Weihnachtsfeier. "Wir sind eine Nachbarschaft, die weit auseinander wohnt. Wir kennen uns und helfen uns. Eine schöne Gemeinschaft", sagte Marlies Klingenberg. Friederike Krinke: "Vor drei Jahren waren wir auf 13 Mitglieder geschrumpft. Dann hat die ältere Generation die Jüngeren angesprochen, so dass wir heute über 40 Mitglieder sind."

Quelle: RP
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