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Neukirchen-Vluyn
Aktion für Jugendschutz im Karneval

Neukirchen-Vluyn. Kreisweites Netzwerk startet eine "Grüne-Schilder"-Aktion mit den Getränkeverkäufern.

Zum Thema Jugendschutz im Karneval startet das Netzwerk Jugendschutz eine "Grüne-Schilder"-Aktion im Kreis Wesel. Das Netzwerk ist eine kreisweite Arbeitsgruppe, in der alle 13 Kommunen im Kreis Wesel mit ihren Jugend- und Ordnungsämtern vertreten sind. Neben den vier Drogenberatungsstellen im Kreis Wesel, arbeiten auch noch das Gesundheitsamt und die Kreispolizeibehörde in dieser Arbeitsgruppe mit.

Gerade Gewerbetreibende tragen eine große Verantwortung. Sie sind aufgefordert, die Regelungen des Jugendschutzes zu kennen und sich daran zu halten. Unterstützen sollen dabei die grünen Hinweisschilder mit dem Logo "Wir verkaufen keinen Alkohol an Kinder und Jugendliche". Diese Schilder werden im Kreis Wesel und ganz besonders auch in Neukirchen-Vluyn an Gewerbetreibende und den Einzelhandel ausgegeben. Durch den Aushang wird dem Thema Jugendschutz und "Alkohol" deutlich Nachdruck verliehen.

Die Abgabe und der Konsum alkoholischer Getränke sind an gesetzliche Altersgrenzen gekoppelt: In Gaststätten, in Geschäften und Tankstellen und anderen Orten müssen Altersgrenzen berücksichtigt werden. Doch das Alter des Jugendlichen ist oft schwer einzuschätzen. Gewerbetreibende und ihre Mitarbeiter sind in der Verantwortung festzustellen, ob überhaupt alkoholische Getränke an junge Kunden beziehungsweise Gäste verkauft werden dürfen. Bei Unsicherheiten bezüglich des Alters müssen Gewerbetreibende und Veranstalter besser zweimal nachfragen und sich auch den Ausweis zeigen lassen. Ein Verstoß gegen die gesetzlichen Regelungen ist eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einer Geldbuße bis zu 50.000 Euro geahndet werden.

Die gesetzlichen Regelungen sehen unter anderem vor, dass der Verkauf von Alkohol an unter 16-Jährige generell verboten ist. An unter 18-Jährige ist der Verkauf von branntweinhaltigen Alkoholika wie Schnäpse, Liköre, Rum und Whisky nicht gestattet. Das gilt auch für Alcopops, die wie Limonade schmecken, aber Hochprozentiges beinhalten. Zudem gibt es im Gaststättengesetz das Verbot, an erkennbar Betrunkene weiterhin Alkohol auszuschenken.

Quelle: RP
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