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Neukirchen-Vluyn
Besonderer Gottesdienst auf der Halde Norddeutschland

Neukirchen-Vluyn. Für seine Berge ist der Niederrhein wahrlich nicht bekannt - wer dennoch seinen Blickwinkel ein wenig ändern möchte, kann dies unter anderem auf der "Halde Norddeutschland". Den immerhin rund 100 Meter hohen Hügel, bestehend aus dem Abraum der ehemaligen Zeche Niederberg, hatte das Kreiskomitee der Katholiken zur Feier eines Gottesdienstes ausgewählt.

So versammelten sich rund 50 Gläubige unter freiem Himmel, um gemeinsam die Messe zu feiern. Auch das Wetter spielte größtenteils mit, ab und an wurde die Sonne zwar von Wolken verdeckt, aber Regen blieb aus. Dennoch scherzte Kreisdechant Stefan Sühling, der den Gottesdienst zelebrierte, zur Begrüßung: "Ich habe mich immer gefragt, warum es Halde Norddeutschland heißt. Jetzt ist es mir klar: Hier ist es so windig wie an der Küste und auch etwas kühler als unten im Tal." Weder der zwischendurch in das Mikrofon pfeifende Wind noch die zahlreichen Sportler, die auf der Nebenwiese trainierten, störten die Gläubigen am Ende, gemeinsam zu feiern, musikalisch unterstützt durch den Chor "TonArt".

Alfred und Annett Sturm, beide aus Kamp-Lintfort, waren nach dem Gottesdienst begeistert. Bei einer warmen Suppe, die Caritas-Mitarbeiter auf die Halde gebracht hatten, sagte Annett Sturm: "Die Idee, hier zu feiern, ist großartig. Es war ein schöner, offener Gottesdienst. Bei der Predigt konnte man zuhören und gleichzeitig betrachten, wie die Wolken über den Himmel ziehen, das war eine schöne Erfahrung."

Michael van Meerbeck, Vorsitzender des Kreiskomitees, freute sich auch über den Erfolg des Gottesdienstes mit toller Aussicht: "Wir wollen", sagte er zum Konzept der Gottesdienste an einem besonderen Ort, "das zu einer Tradition machen und jedes Jahr einen neuen, spannenden Ort zum Feiern finden."

(pbm/cb)
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