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Neukirchen-Vluyn
Bestnoten für das Stursberg-Gymnasium

Neukirchen-Vluyn: Bestnoten für das Stursberg-Gymnasium
Im Neukirchen-Vluyner Gymnasium wird gute Bildungsarbeit geleistet. Das hat die Schule nun Schwarz auf Weiß. FOTO: Klaus Dieker (archiv)
Neukirchen-Vluyn. Fachleute der Bezirksregierung haben die Schule einer Qualitätsanalyse unterzogen. Ein Schwerpunkt wurde dabei auf die individuelle Förderung der Schüler gelegt. Das Ergebnis ist hervorragend ausgefallen. Von Josef Pogorzalek

Ob eine Schule gut oder schlecht ist, darüber haben Schüler und ihre Eltern oft so ihre ganz eigenen Ansichten. Es gibt jedoch objektive Anhaltspunkte dafür, ob und wie gut eine Schule ihren Aufgaben nachkommt. Sie lassen sich den Qualitätsanalysen entnehmen, denen sich Schulen alle paar Jahre unterziehen müssen. Eine solche Überprüfung durch die Bezirksregierung Düsseldorf hat das Julius-Stursberg-Gymnasium jetzt absolviert. Die Fachleute sichteten Unterlagen, besuchten Unterrichtsstunden, führten Interviews mit Schülern, Lehrern, Eltern und Schulleitung. Das Ergebnis der Analyse kann sich sehen lassen: Von 47 geprüften Kriterien wurden 25 mit der Bestnote "Doppelplus" (sie kann mit "beispielhaft" umschrieben werden), 22 weitere Kriterien mit "Plus" (die Qualität entspricht den Erwartungen) bewertet.

Ein Schwerpunkt bei der Analyse lag auf der individuellen Förderung der Schüler. "Dieser Aspekt ist bei Gymnasien erst in den letzten Jahren stärker in den Fokus gerückt", sagte gestern Susanne Marten-Cleef, die das Gymnasium seit Juni 2012 leitet. Die Förderung von Schülern gemäß ihrer jeweils eigenen Schwächen und Stärken spielt am Stursberg-Gymnasium eine große Rolle. Die Qualitätsanalyse sei auch ein Prüfstein dafür, ob der eingeschlagene Weg richtig und erfolgreich ist. Er ist es offenbar. "Das Engagement des JSG in individueller Förderung zahlt sich also in Qualität aus", so die Schulleiterin, die betont, dass der Erfolg eine Teamarbeit des gesamten Kollegiums und der in die Entwicklungen eingebundenen Schüler und Eltern ist.

Im Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport hat die Schulleiterin jetzt das umfangreiche Schulprogramm skizziert, das so hervorragend bewertet wurde. Unter anderem berichtete sie von den Bemühungen um eine Anerkennung als "Gute gesunde Schule", vom weithin bekannten Schülervarieté, von Film- und Musikprojekten. Weitere Stichworte waren eine Zusammenarbeit mit dem Neukirchener Erziehungsverein, die Teilnahme am Programm "Kein Abschluss ohne Anschluss", das Drehtürmodell für besonders begabte Schüler oder ein frühzeitiges Lerncoaching für Schüler, bei denen sich Schwächen bemerkbar machen. Beim Leistungsvergleich schneiden die Neukirchen-Vluyner Gymnasiasten leicht über dem Landesdurchschnitt ab. Die Quote der Sitzenbleiber sei relativ gering. Schüler, Eltern und Lehrer sind weitgehend zufrieden mit den Schulstrukturen sowie der der Lehr- und Lernatmosphäre. Übrigens: Auch die Schulleiterin, die von den Kollegen als "Teamplayerin" beschrieben worden sei, erhielt Bestnoten.

"Wir sind stolz auf das Julius-Stursberg-Gymnasium", sagt Susanne Marten-Cleef. So stolz, dass die Schulkonferenz beschlossen hat, den kompletten 81-seitigen Qualitätsanalyse ins Internet zu stellen (www.jsg-nv.de). Wie gut das Gymnasium im Vergleich zu anderen Schulen ist, lässt die Analyse offen. "Sie enthält kein Ranking", betont die Schulleiterin. Wichtiger ist ihr die Bestätigung für die am Gymnasium geleistete Arbeit. Diese macht nun regional und sogar überregional von sich Reden. Mittelstufenkoordinatorin Hedda Engbers stellt Anfang Dezember vor Vertretern der Agentur "Ganztägig lernen" in Berlin das Schulprogramm vor. Susanne Marten-Cleef selbst wird im März bei einem Forum in Düsseldorf über das Gymnasium berichten.

Quelle: RP
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