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Neukirchen-Vluyn
CDU drängt auf Baustellenampel

Neukirchen-Vluyn. Die Fraktion verweist auf die Verluste für die Geschäftsleute im Advent.

Einen "Dringlichkeitsantrag" haben die Vertreter der CDU-Fraktion gestern Abend im Haupt- und Finanzausschuss gestellt: Anstatt einer Einbahnregelung auf der Andreas-Bräm-Straße soll während der aktuellen Kanalbauarbeiten eine Baustellenampel für einen besseren Verkehrsfluss sorgen. Die Geschäftsleute an der Straße fürchten um ihr Weihnachtsgeschäft, und dies im zweiten Jahr in Folge (die RP berichtete). "Viele Anlieger glaubten, die Baumaßnahmen der jüngsten Zeit seien vorüber", erklärte CDU-Ratsherr Thomas Stralka. Von den neuen Arbeiten seien die meisten überrascht worden. "Über die Wiesfurthstraße können die Leute auch nicht ausweichen", schilderte Stralka die Lage. Fraktionsvorsitzender Markus Nacke meinte: "Das geht bis zur Existenzgefährdung." Es brauche eine rasche Lösung, im neuen Jahr nütze eine Entscheidung niemandem mehr. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis Ende Februar 2016 dauern.

Die übrigen Fraktionen zeigten wenig Neigung, die CDU zu unterstützen. "Ich sehe keine Dringlichkeit", meinte Norbert Gebuhr (Fraktion FDP/Piraten). Tatsächlich handelt es sich um ein laufendes Geschäft der Verwaltung, so dass die Politik letztlich nur bitten, aber nicht beschließen kann. Bürgermeister Harald Lenßen (CDU) erklärte, man habe im Vorfeld mit vielen Beteiligen über die beste Lösung gesprochen, darunter auch mit der Polizei und der Niag. Besonders die Niag sei gegen eine Ampel, weil dies zu deutlichen Verspätungen im Busverkehr führen würde. Allerdings signalisierte Lenßen, noch einmal das Gespräch zu suchen.

(s-g)
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