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Neukirchen-Vluyn
Das Dorf bekommt sein eigenes Quartiersbüro

Neukirchen-Vluyn: Das Dorf bekommt sein eigenes Quartiersbüro
Der Plan zeigt den Bereich Hochstraße/Mozartstraße/Andreaas-Bräm-Straße in Neukirchen. Bald wird sich dort einiges tun. FOTO: Stadtverwaltung
Neukirchen-Vluyn. An der Hochstraße Nr. 11 öffnet am 28. Januar das "Arbeitszimmer", eine Anlaufstelle für alle, die Fragen zum Integrierten Handlungskonzept und anderen Vorhaben im Dorf Neukirchen haben. Von Stefan Gilsbach

Im Ortskern von Neukirchen werfen zwei Vorhaben ihre Schatten voraus: zum einen die Kanalsanierung auf der Hochstraße, zum anderen die Umsetzung des Integrierten Handlungskonzeptes (IHK), mit dem das Dorf zukunftsfähig gemacht werden soll.

Wie das genau geschehen soll, darüber können sich die Bürger bald vor Ort informieren. Am Donnerstag, 28. Januar, eröffnet das "Arbeitszimmer" an der Hochstraße 11. Dort werden Informationen rund um die aktuellen Projektfortschritte präsentiert, es besteht die Möglichkeit, eigene Anregungen einzubringen und Fragen zu äußern.

Hierfür stehen die beiden "Quartiersmanager" Christina Nitz und Sebastian Otto dienstags von 10 bis 14 Uhr und donnerstags von 14 bis 18 Uhr als Ansprechpartner direkt vor Ort zur Verfügung, teilt die Verwaltung mit. Zwar hat es über die Kanalsanierung und die anderen Pläne für den Ortskern bereits Workshops und Informationsveranstaltungen gegeben, doch gibt es unter den Anwohnern nach wie vor offene Fragen und auch Befürchtungen.

Bereits im Dezember hatte Uwe Horn, Inhaber des gleichnamigen Reisebüros, die Gründung einer Bürgerinitiative angekündigt. Was ihn und andere umtreibt, ist die Sorge vor üppigen Anliegerbeiträgen, außerdem sind Geschäftsleute wie Horn nicht einverstanden mit der Sperrung des Dorfes für Verkehr während des Freitagsmarktes (die RP berichtete). Man erinnert sich: Die Verwaltung hatte beide Varianten - mit Durchfahrtmöglichkeit über Linden- und Bruchstraße und ohne - ausprobiert und sich bei Kunden, Beschickern, Anwohnern und Geschäftsleuten erkundigt. Der Rat stimmte schließlich für die Variante mit der Sperrung.

Bürgermeister Harald Lenßen meint dazu: "Die Bürger wollen eine externe Beratung einholen, ich empfinde das nicht als negativ, es würde sich sogar fördernd für die Bürgerbeteiligung auswirken." Vorausgesetzt, es handle sich bei der Initiative nicht nur um wenige Personen, die gleichgerichtete Interessen verfolgten.

In dem neuen Arbeitszimmer könnten auch individuelle Termine vereinbart werden, teilt die Verwaltung mit. "Auch Beratungen rund um die vielen anderen Bausteine des Integrierten Handlungskonzeptes erfolgen hier vor Ort. Dabei kann es zum Beispiel um Fassadensanierungen oder andere Modernisierungsmaßnahmen gehen." Mittwochs und freitags nutzt die Grafschafter Diakonie das eigens angemietete Ladenlokal für Projekte mit Flüchtlingen. So wird aus dem Zimmer zweimal pro Woche ein "Spiel- und Kulturraum".

Eröffnet wird das "Arbeitszimmer" am 28. Januar, 18 Uhr, durch den Bürgermeister. Bei Musik und einem Imbiss werden sich die beiden Quartiersmanager vorstellen und für erste Gespräche bereitstehen. Im Rahmen der Eröffnung startet auch eine Ausstellung großformatiger Fotos aus dem Projekt "Jugend ins Zentrum", ein Gemeinschaftsprojekt des Jugendzentrums Klingerhuf, der Volkshochschule und der kulturellen Bildung der Stadt Neukirchen-Vluyn.

Quelle: RP
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