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Neukirchen-Vluyn
Das Quartierbüro fürs Dorf Neukirchen ist nun geöffnet

Neukirchen-Vluyn. Gestern wurde das "Arbeitszimmer" an der Hochstraße Nr. 11 eingeweiht. Dort gibt es nun aktuelle Infos rund um die Dorfentwicklung. Von Stefan Gilsbach

Wo sich einst eine Blumenhandlung befand, an der Ecke Hochstraße/Bruchstraße im Dorf Neukirchen, stand gestern Abend das Quartierbüro erstmals für die Bürger offen. Es gab eine Einweihungsfeier mit Musik und Häppchen, das Interesse war groß und das Büro entsprechend voll.

Bürgermeister Harald Lenßen bezeichnete in seiner Begrüßung den Abend gar als historisch, als den Beginn einer Wende in der Entwicklung des Dorfes. Hintergrund ist das Integrierte Handlungskonzept für den Ortskern in Neukirchen, für das die Stadt auch auf Fördergelder zurückgreifen kann. "Es ist das Ergebnis langer Arbeit", sagte Lenßen und rief die Gäste auf: "Füllen Sie dieses Büro mit Leben."

Die Ansprechpartner im Quartierbüro sind Christina Nitz und Sebastian Otto. Ihre Aufgabe ist, an zwei Tagen der Woche für Fragen und Anliegen der Bürger bereit zu stehen, und zwar genau dort, wo die Auswirkungen des Handlungskonzeptes auch zum Tragen kommen. Das Büro ist somit die erste Adresse für alle Anwohner, die sich einbringen wollen. Außerdem hängen dort stets die neuesten Informationen für die Dorfentwicklung aus. Wenn Nitz und Otto nicht vor Ort sind, bleiben die Räume nicht ungenutzt. Unter anderem wird es Ausstellungen geben und die Diakonie nutzt das Büro für die Flüchtlingsarbeit.

Zu den Maßnahmen, die im Dorf 2016 stattfinden, gehört die Kanalsanierung der Hochstraße. Lenßen beruhigte gestern jene Anwohner, die das Bild einer komplett aufgerissenen Straße vor Augen haben. Man werde in einem schonenden Verfahren Stück für Stück vorgehen, auch Angst vor Gebäudeschäden müsse niemand haben.

Dennoch gibt es Stimmen im Dorf, die sich unabhängig von der Verwaltung Gehör verschaffen möchten. Vor einigen Tagen hat sich eine Bürgerinitiative gegründet, zu der unter anderem Uwe Horn, Ulrich Frische und Pfarrer Frank Rusch zählen. Sie hatten gestern Abend die Möglichkeit, im Arbeitszimmer jene Punkte vorzustellen, die ihnen besonders wichtig sind. So fordern sie mehr Transparenz und einen neuen Ansatz beim Thema Wochenmarkt. Sollte der Standort Kirchstraße nicht möglich sein, wäre aus ihrer Sicht die südliche Hochstraße denkbar. Die neue Oberfläche der Hochstraße solle "einfach, solide, kostengünstig" sein. Außerdem sehen die Sprecher der Initiative, die für 37 Anwohner spricht, noch keine befriedigende Lösung des Parkplatzproblems.

Das Quartierbüro öffnet dienstags, 10 bis 14 Uhr, und donnerstags, 14 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung. Telefon: 02845 3958420.

Quelle: RP
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