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Neukirchen-Vluyn
Die neue Polizeiwache nimmt Gestalt an

Neukirchen-Vluyn: Die neue Polizeiwache nimmt Gestalt an
Auf einer unbebauten Fläche, nicht weit vom Rathaus, haben im April die Arbeiten am neuen Domizil der Neukirchen-Vluyner Polizei begonnen. Wenn nichts den Zeitplan stört, wird der Dienst am 1. April kommenden Jahres dort beginnen. Auf der Niederrheinallee wird vor der Wache eine Querungshilfe entstehen. FOTO: Klaus Dieker
Neukirchen-Vluyn. Wenn alles klappt, wird im September das Richtfest an der Niederrheinallee begangen. Das neue Gebäude wird völlig barrierefrei sein. Die Polizeibeamten in der alten Wache an der Andreas-Bräm-Straße freuen sich bereits auf den Umzug. Von Stefan Gilsbach

Seit einigen Wochen wächst die neue Polizeiwache für Neukirchen-Vluyn an der Niederrheinallee in die Höhe, und für viele Bürger ist das ein beruhigendes Zeichen. Die Präsenz der Polizei ist nicht erst seit den Ereignissen der vergangenen Tage ein großes Thema.

Als die Rede davon war, dass die Polizeibeamten in der alten Wache in Neukirchen einfach nicht mehr bleiben konnten, fürchteten manche schon, die Stadt würde ihre Wache verlieren. Mehrere Politiker in der Region hatten sich auf Kreis- und Landesebene für eine neue Wache eingesetzt, darunter der SPD-Landtagsabgeordnete Ibrahim Yetim und Bürgermeister Harald Lenßen (CDU), wobei es über die richtige Vorgehensweise gelegentlich Meinungsverschiedenheiten gab.

Nun, der Verlust der Wache ist nicht eingetreten. Vielmehr hatte Landrat Ansgar Müller bei der Vorstellung des Bauprojektes im Oktober 2015 erklärt: "Wir setzen damit ein Signal, dass die Kreispolizeibehörde vor Ort bleibt und ihre Standorte nicht aufgibt." Der offizielle erste Spatenstich war im April 2016 erfolgt.

Wenn alles wie geplant läuft, soll im September Richtfest des neuen Gebäudes gefeiert werden, die Einweihung ist für den 1. April 2017 geplant. "Die Kollegen freuen sich schon", sagt Elmar Schneider, Dezernent für Technik bei der Polizei im Kreis Wesel.

Die alte Wache an der Andreas-Bräm-Straße sieht zwar von außen mit ihrem Backstein-Charme anheimelnd und nostalgisch aus, doch ein moderner Polizeibetrieb ist drinnen in den beengten Räumen kaum noch möglich. Außerdem entspricht die Wache nicht den Anforderungen an die Barrierefreiheit, die heute jedes öffentliche Gebäude erfüllen soll.

Das alles wird in der neuen Wache anders, verspricht Elmar Schneider. Menschen, die beispielsweise auf einen Rollstuhl angewiesen sind, kommen künftig ohne große Probleme ins Gebäude, ein Aufzug steht ebenfalls zur Verfügung, ebenso Schiebetüren. Daniel Scheinert, ebenfalls im technischen Bereich der Kreispolizei tätig, ergänzt: "Wegen der hohen Verkehrsfrequenz auf der Niederrheinallee wird es auch eine Querungshilfe geben". Dies hatte die Stadt Neukirchen-Vluyn anregt.

Spezielle Sicherheitstechnik wird in der neuen Wache eingebaut, draußen gibt es Besucherparkplätze und Fahrradständer. Was es in dem Gebäude nicht geben wird, sind Arrestzellen, obwohl viele Menschen mit einer Polizeiwache traditionell auch das "Kittchen" verbinden. "Dazu dient der neue Gewahrsamstrakt, der in Moers entsteht und der auch für den Raum Neukirchen-Vluyn gedacht ist", erläutert Elmar Schneider.

In der neuen Wache werden bis zu 35 Polizeibeamte ihren Dienst auf rund 600 Quadratmetern Büroflächen ausüben. Über einen geeigneten Standort, möglichst zentral in der Stadt, hatten Kreispolizei und Verwaltung im Vorfeld beraten. Die Wahl fiel auf ein Gelände, das nicht allzu weit entfernt vom Rathaus liegt. Die Bauherrengemeinschaft Adena und Baumgartner bekam schließlich den Zuschlag für das Projekt.

Quelle: RP
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