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Neukirchen-Vluyn
Dorf Neukirchen: Viele Bürger möchten einen "Kümmerer"

Neukirchen-Vluyn. Am Donnerstag trafen sich interessierte Bürger, Geschäftstreibende wie auch Vertreter der Verwaltung im Dorf Neukirchen. Auf dem Programm stand ein Workshop im Arbeitszimmer an der Hochstraße, bei dem es sich um eine Ideensammlung für ein "Perspektivkonzept Dorf Neukirchen" drehte. Es soll Anhaltspunkte für eine zukünftige Entwicklung im Dorf geben und Anregungen von Anwohnern aufnehmen, wohin eine künftige Entwicklung auch für das Geschäftsleben gehen könnte.

Sebastian Otto vom Dortmunder Ingenieurbüro Junker und Kruse gab einen Rückblick auf die historischen Wurzeln und stellte dann Stärken und Schwächen des Dorfes gegenüber. Zu den Stärken zählen kurze Wege wie auch der dörfliche Charakter, kombiniert mit sozialem und kulturellen Engagement. Otto sprach bei dieser Konstellation von einer guten Entwicklungsdynamik. Als eines der Alleinstellungsmerkmale gilt die Begegnungsvielfalt im Dorf. Demgegenüber stehen altbekannte Schwächen wie hoher Sanierungsbedarf der Häuser mit Ladenlokalen, Leerstand und eine fehlende Leitvorstellung. Dass der neue Edeka-Markt für eine Bereicherung und Bewegung sorgen wird, wie auch ein Drogeriemarkt, steht außer Diskussion.

Wohin die Reise mit der Dorfmitte gehen soll, erörterten im Anschluss die Workshops-Teilnehmer in zwei verschiedenen Gruppen. "Wir haben Wünsche und Träume, wie sich das Dorf entwickeln könnte. Wichtig sind auch finanzielle Hilfen wie Fördermittel. Das ist alles ein Prozess", sagt Geschäftsfrau Maria Engelke. Vor allem dürfe die Einbindung einer jüngeren Generation nicht vergessen werden, wie auch die stete Kommunikation.

"Mir hat die sachliche Arbeitsatmosphäre gefallen", sagte Engelke über die Veranstaltung. Konkrete Ideen wurden ebenfalls in der zweiten Gruppe diskutiert, wie sich unter anderem auf die Aufenthaltsqualität konzentrierten. Über die Kombination von zueinander passenden kleinteiligen Gewerken wurde gesprochen, die sich zusammen Ladenfläche teilen. Gerade die Gastronomie mit verschiedenen Angeboten kam zur Sprache, "wo Menschen ihre Mittagspause verbringen können oder Wartezeiten beim Arzt überbrücken", sagt Fritz van Rechtern zu einem der Ergebnisse aus seinen Gruppe. Auch dort wurde der Wunsch laut, dass es einen "Kümmerer" geben muss, der die Fäden zusammenhält.

(sabi)
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