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Neukirchen-Vluyn
Dorfkirche ist schön und zweckmäßig

Neukirchen-Vluyn: Dorfkirche ist schön und zweckmäßig
Pfarrer Rusch lobte gestern Tatkraft, Fantasie und Zusammenhalt der Neukirchener Kirchengemeinde. FOTO: KLaus Dieker
Neukirchen-Vluyn. Nach neuneinhalb Monaten Sanierung und Renovierung erstrahlt die Neukirchener Dorfkirche in neuem Glanz. Das Resultat feierte die Gemeinde gestern mit einem Festgottesdienst. Von Sabine Hannemann

Diesem Termin fieberten die Neukirchener entgegen. Die Dorfkirche an der Hochstraße steht der Gemeinde wieder zur Verfügung. Die aufwendigen Sanierung und Renovierung ist Vergangenheit. Die Kirchgänger zeigten sich gestern begeistert, lobten die Gestaltung, die Farbgebung im Inneren und den einladenden Charakter ihrer Dorfkirche. Beim Festgottesdienst feierte Pfarrer Frank Rusch gestern die Liturgie, die Predigt hielt Pastor Frank Hartmann. Organist Ioannis Zedamanis und die Essener Geigerin Alexandra Stenoeva sorgten für den musikalischen Rahmen wie auch die Band der Kirchengemeinde, Imagine.

Für die Kirchengemeinde beginnt eine neue Zeitrechnung. Für das Dorf Neukirchen signalisiert die Fertigstellung den Aufbruch im Dorfkern, dem weitere bauliche Maßnahmen an anderen Stellen folgen werden. Ein wenig dieser Stimmung brachte zum Gottesdienstbeginn der Kindergartenchor mit. "Jetzt geht es los" sangen die Kinder in der "schönsten Kirche", wie Pfarrer Rusch meinte. "Vluyn möge es uns verzeihen." In einem Rückblick auf die Bauphase lobte er Tatkraft, Fantasie und Zusammenhalt der Neukirchener Kirchengemeinde.

Ob es sich um eine Wiedereinweihung, eine Wiedereröffnung oder aber im amtlichen Sprachgebrauch eine Wiederindienstnahme handelte, blieb als Frage offen. Eventuell von allem ein wenig, denn der Ort der Gemeinde schlägt mit seiner Funktionalität, ganz im reformatorischen Sinn, ein neues Kapitel auf. "Es ist geschafft", sagte dazu Pastor Hartmann, der nochmals auf die Veränderungen im Kirchengebäude einging. Mit zwei Projektoren, Lautsprechern und individueller Lichttechnik, je nach Anlass gestaffelt, und der neuen Heizungsanlage ist für eine gute Ausstattung gesorgt. Die mobile Bestuhlung sei für manchen ungewohnt, entspreche aber dem Zeitgeist und den gestellten Aufgaben. Hartmann: "Die Stühle ersetzen die Bänke und unterstreichen den multifunktionalen Charakter." Je nach Anlass verwandelt sich die Kirche, beispielsweise in ein Konzertsaal, bei dem mittig das Klavier stehen kann, um das dann die Konzertbestuhlung aufgebaut wird. Die Besucher erlebten eine Demonstration der Lichttechnik. Die Orgel hat einen neuen Platz gekommen, die Empore ist verschwunden. Neu sind die barrierefreie Toilette und der verglaste Familienraum, in dem Eltern mit kleinen Kindern das Geschehen verfolgen können.

Zu den Gratulanten gehörte Pfarrer Wolfram Syben, der die Glückwünsche des Kirchenkreises Moers überbrachte und den Mut und Gestaltungswillen der Kirchengemeinde lobte. Für Bürgermeister Lenßen war das Gesamtkonzert vom Innenausbau mit multifunktionaler Ausrichtung bis zu Farbgebung schlüssig. Er zeigte sich sicher, dass bei der anstehenden Sanierung auch "das Dorf um die Kirche schöner wird."

Der zuständige Architekt Peter Probst dankte für die gute Zusammenarbeit der Behörden auf Landes- und Kommunalebene. Eine der Aufgaben war, 600 laufende Meter Risse außen und innen zu reparieren. Zu den sensiblen Aufgaben gehörte in Absprache mit der Unteren Denkmalbehörde die Farbgebung in Sandstein, die den Besuchern gestern ausnehmend gut gefiel. Für Pfarrer Hartmann sorgte das Projekt für einen enormen Zusammenhalt in der Kirchengemeinde. "Jeder brachte sich mit Fähigkeiten und Talenten ein."

Quelle: RP
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