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Neukirchen-Vluyn
Feuerwehr hat nun einen Vollzeit-Gerätewart

Neukirchen-Vluyn: Feuerwehr hat nun einen Vollzeit-Gerätewart
Stefan Henseler mit einer Atemschutzausrüstung. In den Behältern befindet sich komprimierte Luft. Das Gerät im Hintergrund, mit dem "Kopf", dient zur Kontrolle. FOTO: Marcus Koopmann
Neukirchen-Vluyn. Stefan Henseler ist der neue hauptamtliche Betreuer der Ausrüstung der Neukirchen-Vluyner Löschzüge. Die Technik-Liste ist lang. Von Stefan Gilsbach

Diesen Wunsch hatten Wehrleiter Lutz Reimann und seine Mitstreiter schon seit längerem: Um die immer komplizierter werdende Pflege der Gerätschaften für die Freiwillige Feuerwehr zu gewährleisten, brauche es einen Gerätewart, der nicht ehrenamtlich, sondern hauptberuflich tätig ist.

Nun ist es so weit. Stefan Henseler ist der erste Vollzeit-Gerätewart der Löschzuge in Neukirchen-Vluyn. Er ist, wie man so sagt, ein "Eigengewächs", ein Neukirchener, der 1991 Mitglied der Jugendfeuerwehr wurde und im Jahr darauf den aktiven Dienst begann. Der gelernte Schreiner und Tischler machte 2005 eine Ausbildung zum Atemschutzgerätewart. Dieses Vorwissen machte ihn zu einem aussichtsreichen Bewerber für den neuen Posten. Allerdings sei die Stelle nicht über den "kleinen Dienstweg" besetzt worden, stellt der 40-Jährige klar. "Da gab's keinen Bonus. Ich habe mich ganz normal beworben."

Wenn Henseler den Besucher durch die Räume des Kombibaus an der Tersteegenstraße führt und die einzelnen Gerätschaften erläutert, bekommt der Laie eine Ahnung, wie komplex die Pflege und Prüfung der Ausrüstung geworden ist. Die Vorschriften sind streng, Prüf- und Ablauffristen sind einzuhalten. Die Ausrüstung besteht aus High-Tech. Für die ehrenamtlichen Mitglieder war eine adäquate Wartung am Ende kaum noch zu schaffen. Schließlich muss nach jedem Einsatz wieder alles in Tipptopp-Zustand versetzt werden, damit es beim nächsten Alarm keine Probleme gibt, und sei es nur, dass die Einsatzfahrzeuge betankt sind. All dies können die Mitglieder nun ihrem Gerätewart überlassen.

"Morgens checke ich erst einmal die einlaufenden E-Mails", schildert Henseler seine Arbeit. Anschließend testet er beispielsweise die Atemausrüstung. Die Pressluftbehälter werden eingesetzt, wenn die Feuerwehrleute sich durch Rauch oder Gas kämpfen müssen. Atemluft für etwa eine halbe Stunde ist in den Flaschen komprimiert. "Das heißt, wenn Sie irgendwo damit reingehen, müssen Sie zugleich die Zeit für den Rückweg mit bedenken", erläutert der Gerätewart. Viele Ausrüstungsgegenstände, mit denen er zu tun hat, stehen unter Druck. "Beispielsweise die Hydraulik bei Geräten wie der Rettungsschere oder dem Spreizer, die etwa bei Unfällen eingesetzt werden. Da ist richtig Power drauf." Natürlich zählen zu der Ausrüstung auch Löschmittel wie Schaum, Pulver oder CO2.

Die Liste der Gegenstände, die in Henselers Bereich fallen ist tatsächlich lang. Eine komplette Übersicht finden Interessierte auf der Internetseite der Feuerwehr Neukirchen-Vluyn. Dort gibt es auch wertvolle Tipps zur Vorbeugung, zum Beispiel durch Rauchmelder.

www.feuerwehr-neukirchen-vluyn.de

Quelle: RP
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