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Neukirchen-Vluyn
Florenz fordert "mehr Zivilcourage" gegen Pöbeleien

Neukirchen-Vluyn. Der niederrheinische Europa-Abgeordnete Karl-Heinz Florenz (CDU) zeigt sich betroffen über die Pöbeleien rechter Demonstranten zur Einheitsfeier in Dresden. "Ich glaube, wir brauchen wieder mehr Mut, mehr Zivilcourage, eine Renaissance des Bürgertums. Es darf nicht sein, dass unser Land von denjenigen geprägt wird, die abfällig und verächtlich schreien", kommentiert der Politiker aus Neukirchen-Vluyn. Die Menschen müssten sich wieder engagieren, in der Kommune, in der Politik.

Bei den Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit waren vor allem Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck aggressiv beschimpft worden. Leider gebe es solche hässlichen Szenen auch in anderen europäischen Ländern. "Populistische und extremistische Strömungen von rechts und links bedrohen den demokratischen Konsens in Europa. Oft wird mit Angst, Unsicherheit und Unwahrheiten Stimmung gemacht - und wo bleibt die Mitte? Wo bleiben unsere Werte? Sachpolitik scheint nicht mehr gefragt zu sein."

Florenz räumt ein, dass "die Mitte der Politik Fehler macht." Dann würden die Ränder im politischen Spektrum stärker. Wichtig sei, dass man zurück zu einem echten Dialog finde. Die Ängste der Bürger müssten ernst genommen werden. Doch leider werde ein sachlicher Austausch mit Extremisten von links und rechts zunehmend schwieriger, nicht zuletzt durch "kulturelle Verrohung und Unaufgeschlossenheit im gesellschaftlichen Alltag."

Quelle: RP
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