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Neukirchen-Vluyn
Geisterjäger tanzen auf der Bühne

Neukirchen-Vluyn: Geisterjäger tanzen auf der Bühne
Die Schüler des Julius-Stursberg-Gymnasiums setzten dieses Jahr auf das Unheimliche der Zahl 13. Beim Publikum kam es gut an. FOTO: Dieker Klaus
Neukirchen-Vluyn. Die Schüler des Julius-Stursberg-Gymnasiums in Neukirchen-Vluyn veranstalteten zum 13. Mal ein Varieté. Das Motto der Veranstaltung leiteten sie von der Zahl 13 ab. Sie kamen als Zombies, Ghost Busters und Gespenster auf die Bühne. Von Peter Gottschlich

Es soll ja Hotels geben, die kein Zimmer mit der Nummer 13 haben. Gäste wollen dort nicht einziehen - vor allem nicht an einem Freitag, der auf einen 13. eines Monats fällt. Die Elftklässler des Julius-Stursberg-Gymnasiums haben sich ebenfalls mit der Magie der Zahl 13 befasst. Sie stellten das 13. JSG-Varieté unter das Motto: "Das 13. Mal wird Horror". Sie organisierten ein schrecklich schönes Varieté, das sie selbst eröffneten. Und so stürmten 96 Zombies die Bühne im Pädagogischen Zentrum, um zum Song Thriller von Michael Jackson 450 Besucher richtig wachzurütteln, während das Licht gedimmt war und Nebelschwaden in der Luft lagen. So gelang es den Schülern, die Besucher in die Welt des Schreckens mitzunehmen. Sie hatten schon beim Einlass gemerkt, dass die Show nach der Weltreise im vergangenen Jahr diesmal in eine andere Richtung laufen würde. Sie wurden dort von gruseligen Gestalten auf Podesten begrüßt.

"Uns war schnell klar, dass wir mit der 13 etwas machen wollten", erzählte Elftklässlerin Frederike Wichert, als die Besucher in den Saal strömten. "Die gruselige Verbindung mit der Zahl lässt sich super umsetzen." Die Besucher sahen Skelette, die mit Ringen tänzerisch von Fünft- bis Siebtklässler der Varieté-Arbeitsgemeinschaft verkörpert wurden. Sie verfolgten die Ghost Busters, die gespielt von allen Altersgruppen der Arbeitsgemeinschaft zur gleichnamigen Musik von Elmer Bernstein im Scheinwerferlicht standen. Sie sahen die Akteure der Horrorbaustellen, die dargestellt von den Sechst- bis Achtklässlern der Arbeitsgemeinschaft, auf Baustellenschildern balancierten oder sich Pylone zuwarfen. Sie schauten den Gespenstern Riptide zu, die von Sängern des Schulchors begleitet wurden. Sie warteten auf Batman, dessen Geschichte von Acht- und Neuntklässlern des VIP-Kurses vorgestellt wurde. Oder sie beobachten schreckliche "Pirate Girls", die als Fünftklässler zur Filmmusik "Pirates of the Caribbean" von Klaus Badelt tanzten.

Auch die Solisten kamen gut an. So spielte der Elftklässler Louis Koth auf dem Saxophon die Melodie "Comme d'habitude" des Franzosen Claude Francois, die als Remix "My way" durch Frank Sinatra über den ganzen Globus bekannt wurde. Der Zehntklässler Lars Wennike gab auf dem Klavier das Stück "I Giorni" von Ludovico Einaudi zum Besten. Und die Elftklässlerin Julia Schlee sang das Lied Valerie der Gruppe "The Zutons", das durch Amy Winehouse ein Rockklassiker wurde. Sie erhielten bei der Premiere besonders langen Applaus.

"Wir sind mörderisch stolz auf Euch", erklärte Schulleiterin Dr. Susanne Marten-Cleef, als in den beiden Finalen der Jubel für die insgesamt 150 gruseligen Akteure verklungen war. "Das Julius-Stursberg-Gymnasium ist eine schrecklich nette Schule."

Quelle: RP
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