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Neukirchen-Vluyn
Große Talente beim Musikförderpreis dabei

Neukirchen-Vluyn. Kurz vor Ferienbeginn wollen es viele Nachwuchsmusiker der Region noch einmal wissen. Beim Musikförderpreis Neukirchen-Vluyn, der in diesem Jahr zum 17. Mal ausgetragen wurden, stellen sie sich in unterschiedlichsten Besetzungen dem Urteil einer fachkundigen Jury. In diesem Jahr konnte sich Musikschulleiter Steffen Molderings über eine rege Teilnahme freuen: "Wir haben 31 Gruppen, das sind zehn mehr als im vergangenen Jahr." Trotz einer kurzfristigen Absage gingen rund 70 Talente, vom siebenjährigen "Frischling" bis zum Jugend-musiziert-Bundespreisträger, an den Start.

Den ganzen Tag herrschte in der Musikschule Neukirchen-Vluyn ein reges Treiben. Nervöse Eltern studierten die Teilnehmerlisten, aufgeregte Kinder kämpften mit verschwitzten Fingern und akuten Bauchschmerzen. "Das ist ungefähr so wie vor einer Mathearbeit", stöhnte eine kleine Geigerin, bevor die Tür zum Wertungsraum sich öffnete. Wenig später hüpfte sie strahlend raus: "Hat gut geklappt und Spaß gemacht." Spaß hatte auch die Jury, die unter Vorsitz des Mönchengladbacher Musikschulleiters Christian Malescov für eine lockere Atmosphäre beim Auftritt sorgte.

Da blieb nicht nur das Klavierduo Kilian von Groeling-Müller und Julius Fischer cool, das mit "Polizei-Samba" und "Pianus Tropicanus" ordentlich Punkte machte. Auch das traditionelle Violinen-Ensemble ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und überzeugte durch einen soliden Vortrag. "Das war ein schöner Abschluss", lobte die Jury, und erfreulich war auch die Bilanz des Tages: 17 Ensembles wurden mit einem Ersten, vier mit einem Zweiten, neun mit einem Dritten Preis ausgezeichnet. "Die Leistungen waren extrem hoch", bestätigte Steffen Molderings bei der Begrüßung zum sonntäglichen Preisträgerkonzert auf Schloss Bloemersheim, wo sich die Ersten Preisträger mit einem abwechslungsreichen Programm vorstellen durften: von Dandrieu und Lully über Schumann und Rachmaninow bis zu Teddy Bors jazzigem "Bach at the double", mit dem das Trio Jasper Sitte, Marie Westhues und Jonathan Hoff die Lagerhalle zum Swingen brachte.

Als jüngste Preisträger begeisterte das Violinduo Linn Marie Völker und Yuki Kahlert, und natürlich durfte auch das Klavierduo Kilian und Julius nicht fehlen. Zuletzt setzten der Cellist Nicklas Erpenbach und die Pianistin Joanna Silicka mit dem Allegro aus Schostakowitschs d-Moll-Sonate bravourös den optimalen Schlusspunkt nach einem rundum gelungenen Wettbewerb.

Der "Musikförderpreis Neukirchen-Vluyn" wird von der Musikschule Neukirchen-Vluyn in Zusammenarbeit mit der Volksbank Niederrhein veranstaltet.

(prs)
 
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