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Neukirchen-Vluyn
Grundstein für eine neue Kirche

Neukirchen-Vluyn: Grundstein für eine neue Kirche
Ein großer Augenblick: Die "Zeitkapsel" wird in den Grundstein gelegt. FOTO: crei
Neukirchen-Vluyn. Die Neuapostolische Gemeinde Neukirchen-Vluyn baut an der Krefelder Straße. Von Ulrike Rauhut

An der Krefelder Straße in Neukirchen wurde gestern in einer Feierstunde der Grundstein für den Neubau der Neuapostolischen Kirche gelegt. Zahlreiche Gäste verfolgten, wie im späteren Altarbereich ein hohler Stein einbetoniert wurde, der eine sogenannte Zeitkapsel mit den Bauplänen, der Tageszeitung und einigen Münzen enthält. Die Kirche, deren Fundament bereits fertig ist, ist als kubischer Baukörper mit einer hellen Natursteinfassade und einem Zeltdach über dem Saalbereich geplant. Zwei Nebenräume können durch flexible Innenwände unterschiedlich genutzt werden. Bis zu 230 Personen finden in dem Gebäude Platz. Das Gebäude wird barrierefrei ausgeführt, bekommt 32 PKW-Stellplätze und wird als Besonderheit eine Pfeifenorgel im Wert von 240 0000 Euro erhalten.

Die Kirchenleitung des Bezirks NRW hatte im Jahr 2009 beschlossen, dass der Standort Neukirchen-Vluyn erhalten bleiben soll, trotz rückläufiger Mitgliederzahlen, die der Bevölkerungsentwicklung geschuldet sind. Denn die Gemeinde ist mit 339 Mitgliedern, vielen jungen Leuten und einem lebendigen Gemeindeleben zukunftsfähig. Der Altbau aus dem Jahr 1960 hätte aufwendig saniert werden müssen, außerdem fehlten Räumlichkeiten für die zahlreichen Aktivitäten von der Kindergruppe bis zum Chor. So wurde im Landesvorstand, der die Spenden der Mitglieder verwaltet, für das Projekt gekämpft, so dass es im Jahr 2014 nach einigen baurechtlichen Hürden beschlossen werden konnte. Insgesamt soll der Neubau zwei Millionen Euro kosten.

Karl-Heinz Friedrich, Vorsteher des Bezirks Niederrhein der Neuapostolischen Kirche, zeigte sich dankbar über die gute Zusammenarbeit mit der Stadt. Bürgermeister Harald Lenßen würdigte das ehrgeizige Projekt und zeigte sich erfreut, dass die neuapostolische Gemeinde eine lebendige Zukunft in Neukirchen-Vluyn habe. Rainer Storck bedankte sich als Kirchenpräsident und Bezirksapostel der Neuapostolischen Kirche in NRW ausdrücklich auch bei den Gemeindemitgliedern, die durch ihre "Opfer" mitgeholfen haben, den Neubau zu finanzieren. Denn anders als bei den großen Amtskirchen gebe es hier keine Kirchensteuer.

Als Hausherr freut sich Gemeindevorsteher Siegfried Mrotzek sehr, dass die neue Kirche voraussichtlich in einem Jahr bezogen werden kann. In der Kapellener Kirche, in die nun die Aktivitäten verlegt werden mussten, würde es doch recht eng für alle. 40 Prozent der Gemeindeglieder kämen regelmäßig zu den Gottesdiensten, in denen Musik immer eine große Rolle spiele. Auch ist er sehr froh über die guten Kontakte zu den anderen Gemeinden über den Ökumenischen Arbeitskreis.

Quelle: RP
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