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Neukirchen-Vluyn
Haushalt: Lenßen verbreitet Optimismus

Neukirchen-Vluyn. Auch der neue Entwurf hat ein Defizit, doch der Bürgermeister sieht eine gute Entwicklung der Stadt.

Der Haushaltsentwurf der Stadt Neukirchen-Vluyn für das Jahr 2017 ist gestern in den Rat eingebracht worden. Bürgermeister Harald Lenßen (CDU) erinnerte an die wichtigsten Ereignisse der vergangenen Monate: den Zuzug von Flüchtlingen, die Erneuerung des Vluyner Platzes, den Start der Gesamtschule, die Arbeiten im Ortskern von Neukirchen, wo Ende des Jahres der neue Edeka öffnen und eine Drogeriekette des einstige Kaisers-Ladenlokal erworben hat. "Auch auf Niederberg ging die sehr dynamische Entwicklung weiter", so Lenßen. Nun werde ein Investor auch bald das Diesterweggelände entwickeln, und es gebe schon Pläne für neue Wohngebiete: "Neukirchener Ring" und "Neukirchener Feld".

Entgegen früherer Prognosen wachse die Einwohnerzahl von Neukirchen-Vluyn und die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze erreiche das Niveau vor der Zechenschließung anno 2001. Zudem sei die Steuerkraft der Stadt stark gestiegen. Und der Bedarf für eine weitere Kita zeige, dass Neukirchen-Vluyn ein beliebter Ort zum Wohnen und Arbeiten sei. Die Polizeiwache, die gerade gebaut werde, gebe den Bürgern das nötige Sicherheitsgefühl.

Kurz gesagt: Lenßen sieht die Stadt auf einem guten Weg, obwohl es auch 2017 nicht zu einem ausgeglichenen Haushalt reicht. Dieses Ziel solle bis 2024 erreicht werden, so sehe es das Haushaltssicherungskonzept vor. Er sei zuversichtlich, dass dies geschafft werde, sagte der Bürgermeister. "Lassen Sie uns gemeinsam optimistisch in die Zukunft unserer Stadt schauen."

Margit Ciesielski, Erste Beigeordnete und Kämmerin, erläuterte anschließend die Zahlen des neuen Haushaltsentwurfes. Die Erträge werden mit 58,2 Millionen Euro beziffert, die Aufwendungen mit 62 Millionen Euro. Im Jahresergebnis geht die Kämmerei von einem Defizit von 4,57 Millionen Euro aus. Belastet werden die städtischen Finanzen durch einen Rückgang bei den Schlüsselzuweisungen und durch Investitionen im Bereich Schule und Verkehr. Günstig wirken sich das Gebäudemanagement, das Steueraufkommen und niedrige Zinsen aus..

Die wichtigsten Investitionen im kommenden Jahr gehören in den Bereich Hochbau. Ciesielski erwähnte die Sanierung des Julius-Stursberg-Gymnasiums sowie den Bau des Feuerwehrgerätehauses in Neukirchen und zweier weiterer Flüchtlingsunterkünfte.

Margit Ciesielski zeigt sich überzeugt, dass es gelungen sei, einen Haushalt zu erstellen, der ein genehmigungsfähiges Haushaltssicherungskonzept habe. Wie der Bürgermeister verbreitete sie in ihrer Ansprache Zuversicht: "Auch wenn die Risiken der Ertragsentwicklung sowie die weiteren aufgeführten Risiken - ebenso wie in den Vorjahren - bestehen bleiben, so möchte ich mir dennoch den Optimismus nicht nehmen lassen, auch in den nächsten Jahren den Weg der Haushaltssicherung weiter mit Erfolg zu beschreiten."

(s-g)
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