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Neukirchen-Vluyn
Hochstraße: Alte oder neue Leuchten?

Neukirchen-Vluyn: Hochstraße: Alte oder neue Leuchten?
Vertreter des HVV Neukirchen, der Fraktionen und der Verwaltung kamen gestern zum Ortstermin auf die Hochstraße. FOTO: Klaus Dieker
Neukirchen-Vluyn. Während die Verwaltung die Installation neuer Straßenleuchten im Dorf für sinnvoller hält, möchte der Heimat- und Verkehrsverein an der bisherigen festhalten. Gestern trafen sich die Beteiligten mit Fachleuten vor Ort. Von Stefan Gilsbach

Sie heißen "Classic Street" oder "City Charme", doch auf den Heimat- und Verkehrsverein Neukirchen wirken sie weder klassisch noch charmant, die neuen Modelle von Straßenlaternen, die von der Verwaltung für die Umgestaltung der Hochstraße vorgeschlagen werden. Die Heimatfreunde möchten gern die jetzigen Leuchten im historischen Stil beibehalten. Doch können die auch auf moderne LED-Technik umgerüstet werden?

Auf Einladung des HVV trafen sich gestern Vertreter der Verwaltung und der Fraktionen auf der Hochstraße, um sich vor Ort über dieses Thema zu informieren. Der Heimatverein hatte Rainer Werner von der Firma Trapp Leuchten eingeladen, die auf Leuchten im historischen Stil spezialisiert ist. Der Fachmann erläuterte, wie man die rund 30 Leuchten umrüsten kann und hatte auch im Musterkoffer einige Module dabei, mit denen das Licht variabel gestaltet werden kann.

Das letzte Wort in dieser Sache wird der Rat haben, in der kommenden Sitzung des Bauausschusses am Montag werden die Leuchten voraussichtlich ein Thema sein, dann geht es nämlich um den Ausbaubeschluss für die Erneuerung der Hochstraße zwischen Mozart- und Gartenstraße.

Stefan Kallen, Leiter des Baubetriebshofes, hält das Aufstellen von neuen Leuchten im Dorf für die bessere Variante. In der Vorlage für den Bauausschuss verweist er unter anderem auf den schlechten Zustand vieler Laternenmasten. Nahezu alle wiesen "deutliche unfall-, gebrauchs- und/oder altersbedingte Schäden auf". Das heißt: Rost, Korrosion, abgeplatzte Farben, beispielsweise wegen des Urins von Hunden, die ihr Bein an den Masten heben.

Auch wenn theoretisch eine Umrüstung der bestehenden Leuchten möglich sei, solle man bedenken, dass es sich um Modelle aus verschiedenen Generationen handle: "Bei den neueren (größeren) Köpfen handelt es sich um Leuchten des Typs ,Victory' vom Hersteller Weseler Leuchten. Hersteller- und Typbezeichnung der kleineren Leuchte sind nicht bekannt. Vermutlich sind diese Leuchten bereits über 20 oder 30 Jahre alt." Und noch ein Argument hat Kallen im Köcher: Weil die alten Leuchten nur eingeschraubt sind, kippen sie um Fall einer Kollision mit einem Auto gleich ganz um. Kallens Fazit: "Ein Umbau der alten Leuchten wäre aufgrund der geringen Größe, der kleinen Fenster und des hohen Alters aus Sicht des Baubetriebshofes nicht sinnvoll."

Nicht nur die Frage der Leuchten beschäftigt die Politik. Die SPD-Fraktion sei "tief enttäuscht und verärgert", weil die Verwaltung das zugesagte Verkehrskonzept für die südliche Innenstadt noch nicht vorgelegt hat, heißt es in einer gestern veröffentlichten Pressemitteilung der Sozialdemokraten. An der Mozartstraße soll ein Edeka-Markt als ein neuer Nahversorger entstehen. Ulrich Geilmann, der Technische Beigeordnete der Stadt, habe bereits am 22. Februar erklärt, das Konzept werde bearbeitet und in der kommenden Sitzung des Bau- oder Stadtentwicklungsausschusses vorgestellt (diese ist am nächsten Mittwoch).

Die Fraktionsvorsitzende Elke Buttkereit wird wie folgt zitiert: "Wir erwarten, dass die Verwaltung in den jetzt anstehenden Sitzungen hierzu Stellung nimmt und endlich den bisherigen Arbeitsstand zur Beratung und Entscheidung vorgelegt. Wir wollen unsere Stadt entwickeln und nicht nur nachbessern, dafür benötigen wir dringend die Informationen!"

Quelle: RP
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