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Neukirchen-Vluyn
Hochstraße: Anlieger befürchten zu hohe Beiträge

Neukirchen-Vluyn: Hochstraße: Anlieger befürchten zu hohe Beiträge
In der Hochstraße im Dorf Neukirchen steht eine umfassende Sanierung an. "Vor allem jene, die an der Hochstraße Eigentum besitzen, murren darüber, dass sie bei dem Entscheidungsprozess nicht mit ins Boot geholt wurden", erklärt Uwe Horn, Inhaber des gleichnamigen Reisebüros. FOTO: Archiv
Neukirchen-Vluyn. Laut Reisebüroleiter Uwe Horn vermissen Anlieger der Hochstraße Informationen der Verwaltung über die Sanierung. Von Stefan Gilsbach

Wenn das Dorf Neukirchen zuletzt in die Debatte geriet, dann wegen der unterschiedlichen Meinungen von Anwohnern und Geschäftsleuten über den Wochenmarkt und eine Durchfahrtmöglichkeit. Uwe Horn, Inhaber des gleichnamigen Reisebüros, war Wortführer jener, die gegen eine Sperrung an Freitagvormittag, zur Marktzeit, opponierten.

Doch Horn macht sich nicht nur Gedanken über den Wochenmarkt. Überhaupt machten sich die Händler und Hausbesitzer im Ort Gedanken über die nähere Zukunft, genauer gesagt, die umfassende Kanalsanierung der Hochstraße und die Umsetzung des Integrierten Handlungskonzeptes, kurz IHK (die RP berichtete).

"Vor allem jene, die an der Hochstraße Eigentum besitzen, murren darüber, dass sie bei dem Entscheidungsprozess nicht mit ins Boot geholt wurden", erklärt Uwe Horn. Es wäre doch sinnvoll gewesen, einen Vertreter dieser Gruppe mit einzubinden, findet er, und offenbar finden das auch andere. "In absehbarer Zeit wird es eine Versammlung der Eigentümer geben", kündigt er an.

Eine Sorge, die diese auch umtreibe, seien die Anliegerbeiträge für die Erneuerung der Hochstraße. "Es hieß immer, die Ruhrkohle AG würde die Kosten übernehmen", gibt Horn die Stimmung wieder. Doch nun sehe es durch die Fördermaßnahmen für das Handlungskonzept anders aus, und die Anwohner würden zur Kasse gebeten - diese Version der Vorgänge gehe im Dorf um. Bürgermeister Harald Lenßen zeigt sich von solchen Aussagen überrascht. "Zunächst einmal war nie die Rede davon, dass die RAG alles bezahlen würde", erklärt er. "Zwar soll sie einen großen Teil übernehmen, aber es bleibt noch eine Summe übrig." Lenßen wundert sich, dass das Integrierte Handlungskonzept und dessen öffentliche Förderung den Anliegern Sorgen macht.

Sie hätten eher Grund zum Gegenteil, erläutert er. "Durch die Fördersumme können die Anliegerbeiträge, die anfallen werden, weiter gedrückt werden." Er ist überzeugt, dass die Beiträge maßvoll ausfallen. Definitive Informationen könne er den Bürgern aber zurzeit nicht geben. "Es gibt ja noch nicht einmal eine Ausschreibung. Sobald wir Näheres wissen, werden die Anlieger natürlich informiert." Zu Maria Engelke, Sprecherin des Arbeitskreises Neukirchen für das Stadtmarketing, ist ein solcher Unmut bislang nicht gedrungen. "Ich habe von Beschwerden nichts gehört, sondern eher den Eindruck, es gibt ein großes Interesse an der Entwicklung mitzuwirken. "Im Moment ist halt Ferienzeit, da tut sich halt wenig. Wir warten auf den Startschuss." Dann, so habe sie gehört, solle im Dorf auch eine Anlaufstelle für Fragen eingerichtet werden.

Quelle: RP
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