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Neukirchen-Vluyn
Im Dorf wird nun kräftig gebuddelt

Neukirchen-Vluyn: Im Dorf wird nun kräftig gebuddelt
Nun wird es ernst: Vor dem Missionshof haben Enni-Mitarbeiter das Pflaster aufgerissen, um Leitungen aus dem Weg zu räumen, die bei der kommenden Kanalsanierung Probleme bereiten würden. Die Anwohner und Kunden im Ortskern müssen sich auf eine längere Ausnahmesituation einstellen. FOTO: Stadtverwaltung/Reichelt
Neukirchen-Vluyn. Die lang angekündigten Bauarbeiten in der Innenstadt von Neukirchen haben begonnen. Die Enni verlegt auf rund 300 Meter Leitungen, die RAG folgt mit der Kanalsanierung. Der Werbering informiert eigens mit einer Baustellenzeitung. Von Stefan Gilsbach

Seit Monaten wurde darüber gesprochen, nun ist es so weit: Im Ortskern von Neukirchen-Vluyn wird an vielen Stellen gebuddelt und gebaut. Aktuell wurde beispielsweise der Boden vor dem Missionshof aufgerissen. Und an der Mozartstraße laufen bereits die Arbeiten für die Ansiedlung des neuen Edeka-Marktes.

Auf der Hochstraße im Dorf Neukirchen hat die Enni Energie & Umwelt den Anfang gemacht. Die Versorgungsleitungen mussten umgelegt werden, damit sei bei den anschließenden Sanierungsarbeiten an der Kanalisation nicht im Wege sind. Insgesamt werden die Enni-Mitarbeiter Gas- und Wasserleitungen sowie Teile des Niederspannungsnetzes unter der Straße auf 300 Meter Länge neu verlegen. Dabei arbeiten sie sich bis nach Norden zur Gartenstraße vor.

Der technische Leiter der Enni, Kai Gerhard Steinbrich, weist darauf hin, dass in zwei Bauabschnitten gearbeitet wird, damit die Stadt zwischen Mozartstraße und Bruchstraße bald mit der Kanalsanierung beginnen kann. Außerdem soll die Oberfläche komplett neu gestaltet werden.

Wegen der Arbeiten im Dorf muss der freitägliche Markt für eine Weile auf den Grafschafter Platz verlegt werden. Am vergangenen Freitag fand vorerst der letzte Markt auf der Hochstraße statt. Wie lange der Markt letztlich ausweichen müsse, das hänge von der Entwicklung der Bauarbeiten ab, erklärte Sabine Wintjes, Sprecherin für die Stadtverwaltung.

Manche Anwohner, vor allem Geschäftsleute, haben in den vergangenen Monaten ihren Unmut über die aus ihrer Sicht nicht enden wollenden Baustellen im Ortskern geäußert. Auf diese Weise verliere man Kundschaft, hieß es, beispielsweise während einer erneuten Sperrung der Andreas-Bräm-Straße.

Um die Bürger und Gewerbetreibenden während der Bauphase sozusagen bei Laune zu halten, haben sich Vertreter des Einzelhandels etwas einfallen lassen: eine "Baustellenzeitung", die regelmäßig im Blatt des Werberings über den Stand der Dinge informiert. "Darin finden sich unter anderem Hinweise, wo man parken kann", erläutert Maria Engelke, Sprecherin des Arbeitskreises Neukirchen für das Stadtmarketing.

Das sei auch deshalb wichtig, um den Betroffenen zu zeigen, dass man ihre Sorgen ernst nehme. Zurzeit, meint Engelke, sei die Innenstadt noch ganz gut begehbar. "Allerdings stehen wir ja gerade erst am Anfang."

Laut der Baustellenzeitung werden im Herbst die Enni-Arbeiten zwischen Bruch- und Friedensstraße sowie im Amsel- und Drosselweg, der Finken-, Ludwig-Doll- und Friedensstraße weitergeführt. Bald darauf wird die RAG mit der Kanalsanierung beginnen, zunächst zwischen Mozart- und Bruchstraße, im Jahr 2017 dann zwischen Bruch- und Gartenstraße.

Das Quartiersmanagement im "Arbeitszimmer" an der Ecke Hoch- und Bruchstraße, das sonst für Fragen der Anwohner bereit steht, macht übrigens bis zum 12. August Sommerpause, ist aber, falls Fragen auftauchen, per Telefon und E-Mail erreichbar (02845 3958420), E-Mail nitz@junker-kruse.de, otto@junker-kruse.de.

Weitere Informationen zu den aktuellen Baustellen gibt es auch online unter www.dorf-neukirchen.de im Bereich "IHK".

Quelle: RP
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