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Neukirchen-Vluyn
Jetzt wird das Dorf verschönert

Neukirchen-Vluyn: Jetzt wird das Dorf verschönert
Die ersten Schippen Sand nahmen gestern Bürgermeister Harald Lenßen (Mitte), Beigeordneter Ulrich Geilmann (links) und Bauunternehmer Ludger Janhsen auf die Schaufel. FOTO: Dieker
Neukirchen-Vluyn. Nach den Kanalarbeiten beginnt auf der Hochstraße heute die Neugestaltung der Straßenoberfläche. Von Stefan Gilsbach

Die Anwohner der Hochstraße im Dorf Neukirchen dürfen erst einmal durchschnaufen: Das Schlimmste haben sie hinter sich, nämlich die ungeliebte Kanalsanierung. Dank einer schonenden Technik, dem Rohrvortrieb unter der Erde, musste die wichtigste Straße im Dorf nicht so weiträumig aufgerissen werden wie befürchtet.

Nun stehen neue Baumaßnahmen an, aber diesmal geht es nicht nur um Sanierung, sondern vor allem um die Verschönerung des Dorfes. Dort, wo Hoch- und Mozartstraße am südlichen Ausgang des Dorfes sich treffen, griffen gestern Bürgermeister Harald Lenßen, der technische Beigeordnete Ulrich Geilmann und Ludger Janhsen, Geschäftsführer der Baufirma Loock, zum Spaten, um symbolisch mit dem Arbeiten zu beginnen. Zu dem Termin waren auch die CDU-Bundestagsabgeordnete Kerstin Radomski und ihre Herausforderin Elke Buttkereit (SPD) erschienen. "Ich bin hier aber hauptsächlich als Fraktionsvorsitzende", betonte die Sozialdemokratin.

Lenßen fasste in einer kurzen Ansprache die Geschichte der Maßnahmen zusammen. Ziel sei es, das Dorf zu beleben und zu verschönern. Er sei stolz, dass die bisherigen Kanalarbeiten - im Norden der Hochstraße werden sie noch fortgeführt - so gut abgelaufen seien. Der Bürgermeister würdigte die Rolle der Politik, die geholfen habe, das Integrierte Handlungskonzept, kurz IHK, auf den Weg zu bringen. Insgesamt kostet diese Neugestaltung des Dorfes 7,5 Millionen Euro, davon trägt die Stadt selber rund zwei Millionen. Kerstin Radomski merkte als Bundespolitikerin am Rande der Feierstunde an, dass Berlin den ganzen Rest des Geldes beisteuere.

Viel sei schon geschafft worden, sagte Harald Lenßen, und er forderte die Zuhörer auf: "Schauen Sie nach links." Dort sahen sie den neuen Edeka-Markt. Und dann: "Schauen Sie nach rechts." Dort hat soeben eine Rossmann-Filiale im Gebäude des ehemaligen Kaiser's-Markt eröffnet. "Ich hoffe, die Menschen werden hier im Dorf den einen oder anderen Euro ausgeben", übte sich der Bürgermeister in Understatement.

Bei einem Glas Sekt oder Fruchtsaft standen die Anwesenden noch eine Weile zusammen und tauschten sich über die Zukunft des Dorfes aus. Neue Straßenlaternen und Sitzgelegenheiten und ein rot-bräunliches Pflaster werden das Aussehen der Hochstraße prägen. All dies, so betonten Lenßen und Geilmann, sei im Rahmen von Bürgerinformationen und -workshops im engen Austausch mit der Bevölkerung entschieden worden.

Auch der Heimat- und Verkehrsverein Neukirchen hatte sich mehrmals dezidiert zur Gestaltung des Dorfes geäußert, zum Beispiel bei der Wahl der neuen Straßenlaternen-Modelle.

Wenn die Pläne ohne Verzögerungen umgesetzt werden, sollen die Baumaßnahmen in 15 Monaten beendet sein.

Quelle: RP
 
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