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Bürgermeisterwahl 2015
Jochen Gottke mag die Gitarre und das Meer

Bürgermeisterwahl 2015: Jochen Gottke mag die Gitarre und das Meer
Jochen Gottke im heimischen Wohnzimmer an der Andreas-Bräm-Straße mit seiner Gitarre. FOTO: Klaus Dieker
Moers. Der 54-Jährige tritt als Kandidat der SPD in Neukirchen-Vluyn an. Schon sein Vater war in der Lokalpolitik engagiert. Von Stefan Gilsbach

Neukirchen-Vluyn Seinen weißen Motorroller hat Jochen Gottke zum Symbol seines Wahlkampfs gemacht. Auf Plakaten und in Video-Clips ist er mit dem Gefährt unterwegs. "Ich bin schon gefragt worden, ob ich den Roller extra für den Wahlkampf gekauft habe", sagt er amüsiert. "Den habe ich aber schon seit zwei Jahren."

Es ist eine alte Liebe. Schon als 16-Jähriger war der junge Jochen auf einem Roller unterwegs, einer Zündapp. "Geträumt habe ich von einer Vespa. Um mir die leisten zu können, habe ich in einer Werkstatt gejobbt, für 3,50 Mark pro Stunde." Alles, was Motoren hat, faszinierte ihn, und das bis heute. "Jede Woche hole ich mir eine Autozeitschrift." Unter diesen Gefährten haben es ihm vor allem klassische Citroëns angetan. "Ich habe einige davon als Modelle."

Der 54-Jährige tritt derzeit zum zweiten Mal für das Bürgermeisteramt an. Das Interesse für Politik hat er "mit der Muttermilch" aufgesogen, sagt er. Sein Vater, ein gebürtiger Danziger, war Sozialdemokrat und langjähriger Fraktionschef in Neukirchen-Vluyn. In diesem Punkt ist Gottke junior bereits in die Fußstapfen seines Vaters getreten, der von Beruf Lehrer war, wie auch die Mutter, eine gebürtige Dortmunderin. Aktiv in der SPD ist Jochen Gottke seit 1978, drei Jahre später wurde er Vorstandsmitglied im Ortsverein Neukirchen-Vluyn. Ratsmitglied war er bereits von 1986 bis 1994 und ist es seit 2009 erneut. Im vergangenen Jahr wurde er als Nachfolger von Günter Zeller neuer Vorsitzender SPD-Fraktion.

Nach der Zeit beim Bund - dort diente der Liebhaber der See bei der Marine - begann er in der Heimatstadt eine Ausbildung in der Verwaltung. Spätere Stationen waren Erkrath bei Düsseldorf und dann, 18 Jahre lang, das KRZN in Kamp-Lintfort. Seit zehn Jahren ist Jochen Gottke Leiter der Konzernkoordinierung der Stadt Solingen, somit Leitender städtischer Verwaltungsdirektor. Werktags pendelt er zwischen dem Bergischen Land und Neukirchen-Vluyn. Hier wohnt er seit 1993 an der Andreas-Bräm-Straße.

Verheiratet ist er seit 1983 mit Ehefrau Sonja, beide haben eine Tochter, Laura, die als Automobilkauffrau arbeitet. Was die Neigung zu Fahrzeugen betrifft, schlägt die 24-Jährige dem Papa also deutlich nach - auch auf dem Gebiet der Politik? "Zumindest ist sie schon SPD-Mitglied", sagt er und lächelt. Zur Familie gehört auch Hund Lotte, eine Mischung aus Pudel und Cocker-Spaniel, die trotz ihrer 14 Lebensjahre noch immer munter ist. "Früher haben wir in Vluyn gewohnt am Münchweg", erzählt Gottke. "Ich kann mich also als echter Neukirchen-Vluyner bezeichnen." Der SPD-Kandidat ist Mitglied in vielen Vereinen, etwa im Museumsverein, im Schützenverein 06 und bei den Karnevalisten. Und nicht zu vergessen: Seit 17 Jahren ist er Kreis-Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt und Awo-Bundesdelegierter.

Im Esszimmer daheim steht zwar ein Klavier, aber Jochen Gottkes Instrument ist die Gitarre. "Mit zwei Bekannten mache ich noch regelmäßig Musik", sagt er. Sein Geschmack sei da breit aufgestellt. "Ich tanze auch gern", verrät er.

Wer mehr über den Kandidaten erfahren möchte, findet es unter

www.gottke-nv.de

Quelle: RP
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