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Neukirchen-Vluyn
Jörg Zimmer tischt zum Menü Werke von Jack London auf

Neukirchen-Vluyn: Jörg Zimmer tischt zum Menü Werke von Jack London auf
Der Förderverein der Stadtbücherei in Neukirchen-Vluyn hatte Jörg Zimmer zu der kulinarischen Abendlesung eingeladen. FOTO: Koopmann
Neukirchen-Vluyn. Jack London - wer kennt nicht seine berühmten Abenteuerromane "Wolfsblut", "Ruf der Wildnis" und "Der Seewolf"? Doch das waren nur seine bekanntesten Werke. Von Jutta Langhoff

Als Jack London am 22. November 1916 in Kalifornien starb, hinterließ er rund 50 Bücher und unzählige Essays, Kurzgeschichten und andere kleinere Arbeiten. Am Sonntag nahm der Förderverein der Stadtbücherei Neukirchen-Vluyn den 100. Todestag des Schriftstellers zum Anlass für eine kulinarische Abendlesung mit dem Moerser Rezitator Jörg Zimmer im Kapellener Gasthof "Neue Mühle".

Der zurzeit aus 62 Mitgliedern bestehende Förderverein unterstützt die Stadtbücherei bei einer Vielzahl von Leseförderungsprojekten wie zum Beispiel dem "SommerLeseClub" für Kinder und Jugendliche, der alljährlichen "Nacht der Bibliotheken" oder wie jetzt ganz neu bei der Zusammenstellung von Medienboxen mit Wörterbüchern, Spielen und anderen Deutschlernmedien zum Einsatz in Neukirchen-Vlyner Flüchtlingseinrichtungen. Die dafür notwendigen finanziellen Mittel stammen aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden, Bücherflohmärkten und auch aus den Eintrittsgeldern der alljährlich stattfindenden literarischen Menüs.

"Das verdient Anerkennung", fand Jörg Zimmer und hatte deswegen für diesen Abend bewusst nicht auf sein bereits vorhandenes Lesungsrepertoire zurückgegriffen, sondern die Jack-London-Lesung ganz neu konzipiert. In insgesamt drei 20 Minuten langen Teilen stellte er zunächst die nicht immer ganz einfache Lebensgeschichte des armen, aber schon als Junge ungewöhnlich "lese- und bildungshungrigen Jack" an den Anfang und las anschließend einige Passagen aus Londons 1903 erschienenen Reportage-Roman "Die Menschen des Abgrunds", in dem er das Elend der einfachen Arbeiter im Londoner Westend-Viertel beschrieben hat. Im zweiten Teil der Lesung entführte Jörg Zimmer seine rund 35 Zuhörer dann mit "Wolfsblut" zu Jack Londons Goldsuchern nach Alaska und in Teil drei mit dem "Seewolf" in die rauen Weiten des Meeres.

Quelle: RP
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