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Neukirchen-Vluyn
JSG-Schüler auf der Expo in Kasachstan

Neukirchen-Vluyn: JSG-Schüler auf der Expo in Kasachstan
Die Schüler im Gespräch mit Rajendra Pachauri und Dr. Ahrens. FOTO: Alina Bruder
Neukirchen-Vluyn. Schüler des Julius-Stursberg -Gymnasiums haben ihren Besuch der Expo "Future Energy" in Kasachstan in einer Ausstellung dokumentiert. Am Dienstag Abend wurden viele Besucher zur Ausstellungseröffnung in der Sparkasse an der Poststraße begrüßt. Von Birgit Lameyer

Mehrere Dutzend Interessierte standen geduldig an, um sich von den Schülern die etwa 100 Fotos zeigen und erklären zu lassen. Auch zwei Flaggen und eine Vitrine mit Andenken der achttägigen Exkursion-Fahrkarten von Bus und Zug, kasachisches Geld und Tickets der Expo waren zu sehen.

Blick auf die Skyline der kasachischen Metropole Astana. FOTO: Alina Bruder

Die Schüler des Geografie-Leistungskurses hatten über die Exkursion zur Expo nach Kasachstan viel zu berichten. Im Juni waren 18 Jugendliche der Jahrgangsstufe 11 mit zwei Lehrern in Astana. Sie arbeiteten gemeinsam mit kasachischen Schülern in Workshops zur Energieversorgung der Zukunft und besuchten die Weltausstellung: "Wir waren im Hotel untergebracht, haben aber auch viel mit kasachischen Gastfamilien zu tun gehabt", sagte die Schülerin Rabea Suhre (17). Auch Abends habe man viel gemeinsam unternommen. Besonders beeindruckend sei die Lichtshow am Fluss Ischim gewesen. Auch sonst gebe es in der Nacht viel mehr Beleuchtung als bei uns: "Die hatten an jeder Straßenlaterne noch Lichterketten."

"Die kasachischen Schüler bereiteten an einem Tag landestypisches Essen in der Schule zu", sagte Alina Bruder (16). Dort gab es "viele Teigwaren und viel Fleisch". Verständigungsprobleme hatten sie nicht, denn die kasachischen Schüler und Schülerinnen werden an einem deutschen Gymnasium unterrichtet. Bei der Expo wurde viel ins Englische übersetzt. Nur einige der in den Vorträgen verwendeten Folien seien in kyrillischer Schrift gewesen. Auch das Treffen mit Prof. Dr. Ahrens, einem Experten für regenerative Energien, der den Schülern den Friedensnobelpreisträger Dr. Pachauri vorstellte, wurde für die Ausstellung festgehalten. Ein weiterer Höhepunkt: Impressionen der vier Stunden dauernden Fahrt durch Steppen und freies Land zum Steinkohleabbau. Kasachstan beziehe noch 99 Prozent der Energie aus fossilen Energieträgern. Da werde sich zukünftig wohl einiges ändern. Eine Besucherin wollte wissen, ob auch die Schüler nach dem Besuch etwas an ihrem eigenen Verhalten geändert haben: "Wir werden versuchen, umweltbewusster mit Energie umzugehen", versprach eine Schülerin. Jetzt achte sie noch mehr darauf, beim Zähneputzen nicht das Wasser und Geräte nicht im "Stand-by-Modus" laufen zu lassen. Die Teilnehmer der Exkursion hatten rund 4300 Kilometer auf sich genommen, um an der bedeutenden internationalen Veranstaltung teilnehmen zu können. Das war nur mit Hilfe vieler Sponsoren möglich.

Der kasachische Expo-Pavillon bei Nacht. FOTO: Liane Keesen, Julia Schlee und Hannah Schwabe.

Im August gibt es ein Wiedersehen mit den kasachischen Schülern: Sie werden nämlich in Deutschland studieren und haben sich für einen Besuch in Neukirchen-Vluyn angekündigt.

Quelle: RP
 
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