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Neukirchen-Vluyn
JSG will kurze Wege für Schüler und Lehrer

Neukirchen-Vluyn: JSG will kurze Wege für Schüler und Lehrer
Das Julius-Stursberg-Gymnasium ist Teil des Schulzentrums an der Tersteegenstraße. Langfristig soll es dort nur noch zwei Schulformen geben: das Gymnasium sowie die Städtische Gesamtschule. FOTO: Klaus Dieker
Neukirchen-Vluyn. Der nächste Bauausschuss wird über die Lage von Fachräumen und Toiletten im Schulzentrum, speziell im Julius-Stursberg-Gymnasium beraten. Der Lenkungskreis hat einige Vorschläge erarbeitet. Von Stefan Gilsbach

Die Sanierung des Schulzentrums ist am ersten Montag im September Thema im Bauausschuss. Dabei geht es unter anderem um die Vorschläge aus dem Lenkungskreis, dem Mitglieder der Fraktionen und der Schulen angehören. Im aktuellen Elterntelegramm des Julius-Stursberg-Gymnasiums teilt Schulleiterin Susanne Marten-Cleef mit: "In den Ferien sind die Bauarbeiten am neuen NaWi-Trakt und an der Mensa gut vorangeschritten. Beide Gebäude werden in diesem Schuljahr bezogen werden können."

Der Bauausschuss wird sich unter anderem um Punkte wie die Lage von Fachräumen und Sanitärräumlichkeiten beschäftigen. So wünschen sich die Vertreter des Gymnasiums, die beiden Musikräume nicht räumlich zu trennen, sondern beide in der Nähe des Pädagogischen Zentrums (also der Aula) zu behalten. "Das ist einfach sinnvoller, ansonsten müssten ständig weite Strecken gelaufen werden", sagt die Schulleiterin.

Die Planer hatten erwogen, die jetzige Behindertentoilette an Ort und Stelle zu lassen und einen zusätzlichen Pflege- und Duschraum an der Schulstraße zu schaffen. Die Leiterin der Gesamtschule, Beatrix Langenbeck-Schwich, hat sich laut der Verwaltungsvorlage dafür ausgesprochen, das WC ebenfalls an die Schulstraße zu verlegen, da auch Gesamtschüler die Räumlichkeiten nutzen sollen. Der Lenkungskreis schlägt nun vor, WC, Duschen und Pflegeräume an die Schulstraße zu verlegen.

Die Diskussionen im Lenkungskreis standen unter der Prämisse, möglichste sparsamere Lösungen zu finden. So soll auf dezentrale Lüftungsanlagen in den Klassenräumen verzichtet werden, stattdessen die gute alte Fensterlüftung praktiziert werden. Das würde fast 600.000 Euro einsparen. Auch die Planer haben Einsparvorschläge, die allerdings nicht immer den Beifall des Lenkungskreises finden. Was das Deckenmaterial der künftigen Mensa angeht, so die Planer, könne man statt der Lochdecke eine Rasterdecke einsetzen, das käme günstiger. Der Lenkungskreis hält eine Lochdecke für angemessener für "einen repräsentativen Raum" und verweist auf die schlechtere Akustik bei einer Rasterdecke.

Ein Thema, das viele Eltern interessiert, ist die Weglänge, die ihre Sprösslinge zu Toiletten und anderen Räumen zurücklegen müssen. Die Vertreter des Stursberg-Gymnasiums wünschen sich ein zusätzliches Pausen-WC im südlichen Erdgeschoss. Der Weg zur zentralen Toilettenanlage vom Schulhof aus sei zu weit, argumentieren sie. "Die Planer schlagen eine verkleinerte Form auf der rechten Seite der heutigen Stelle des Pausen-WCs mit insgesamt 16 Bedürfnisständen vor", heißt es in der Vorlage des Bauausschusses. "Sie weisen darauf hin, dass die aktuelle Anlage abgängig ist und sowohl die Ausstattung als auch die technischen Ausrüstung erneuert werden muss." Der Lenkungskreis hat nun "nach intensiver Diskussion" folgenden Vorschlag: Ein zusätzliches Pausen-WC soll her, allerdings unter dem Vorbehalt, dass die Kosten an anderen Stellen eingespart werden. Die neue Toilette würde etwa 240.000 Euro kosten.

Insgesamt habe sich die Diskussion über die Bauarbeiten im Schulzentrum sehr versachlicht, sagt Susanne Marten-Cleef. Sie ist froh, dass Irritationen über den naturwissenschaftlichen Trakt und die Mensa nun ausgeräumt seien. Zwar sei man aus Sicht des Gymnasiums gegen den jetzigen Standort und die Größe der Mensa gewesen. "Aber es ist klar, dass nicht alles, was wir möchten, berücksichtigt werden kann."

Nun muss die Politik über die Vorschläge aus dem Lenkungskreis entscheiden. Die Sitzung ist am Montag, 5. September, ab 17 Uhr im Ratssaal des Rathauses, Hans-Böckler-Straße. Der Tagesordnungspunkt ist öffentlich.

Quelle: RP
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