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Neukirchen-Vluyn
Konzert "Querbeet"

Neukirchen-Vluyn. Der MGV Neukirchen 1950 hat mit musikalischen Gästen ein eindrucksvolles Herbstkonzert in der Quirinus-Kirche geboten. Mit dabei waren unter anderem die Pianistin Olga Andryushchenko und das Duo "Die Musikwerker". Von Jan Caspers

Unter dem Motto "Querbeet" veranstaltete der Männergesangverein Neukirchen 1950 am Sonntagabend sein traditionelles Herbstkonzert in der katholischen Kirche St. Quirinus in Neukirchen. Wie bereits im vergangenen Jahr wurde der MGV Neukirchen dabei von seinem Partnerchor, dem Männerchor Germania Schwarzenberg 1878 aus Duisburg-Rheinhausen, musikalisch unterstützt. Begleitet wurden die Chorsänger zudem durch die Pianistin Olga Andryushchenko sowie durch das Duo "Die Musikwerkers", das aus dem Akkordeonisten Andreas Trenk und dem Gitarristen Christian Kiefer besteht.

Nachdem Karl Heinz Weller, der Vorsitzende des MGV Neukirchen, die zahlreichen Besucher in der Kirche St. Quirinus herzlich begrüßt hatte, eröffneten die 55 Sänger der beiden Chöre unter der Leitung ihres Dirigenten Dr. Martin Ebeling das Herbstkonzert mit dem "Fliegermarsch" aus der Operette "Der fliegende Rittmeister" und dem Chanson "Über den Wolken" von Reinhard Mey. Passend zum Motto "Querbeet" boten die beiden Chöre dem Publikum ein überaus abwechslungsreiches Konzertprogramm und widmeten sich mit den Spirituals "Rock my Soul" und "When the saints go marching in" zwei Klassikern der Gospelmusik.

Hatten die Pianistin Olga Andryushchenko und das Duo "Die Musikwerkers" bislang abwechselnd die Chorbegleitung übernommen, so konnten die Musiker anschließend auch solistisch in Erscheinung treten.

Während die Chorsänger auf Stühlen im Altarraum Platz nehmen durften, beeindruckte Andryushchenko, die am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium und der Hochschule für Musik in Köln studiert und zahlreiche Preise bei internationalen Klavierwettbewerben gewonnen hat, das Publikum mit der "Widmung" von Robert Schumann und der virtuosen "Ungarischen Rhapsodie Nr. 6" von Franz Liszt. Andreas Trenk, der an der Essener Folkwang Hochschule studiert hat und als Gastmusiker mit der WDR-Bigband sowie den Symphonikern in Essen, Köln und Düsseldorf aufgetreten ist, spielte gemeinsam mit Christian Kiefer, Absolvent der Musikhochschulen in Münster und Dortmund, die schwungvollen Tangos "Adios Nonino" von Astor Piazzolla und "Danzarin" von Julian Plaza, die Ouvertüre zur Oper "Die diebische Elster" von Gioachino Rossini.

Sogar an den Rock-Klassiker "Thunderstruck" der australischen Metal-Band AC/DC wagten sich die Musiker. Auch wenn Kiefer es unterließ, wie der legendäre AC/DC-Gitarrist Angus Young in einer Schuluniform durch die Kirche zu springen und offenbar kein Chorsänger die Gesangsstimme von AC/DC-Frontmann Brian Johnson übernehmen wollte, war die musikalische Bandbreite des Duos "Die Musikwerkers" doch überaus erstaunlich. Mit der Komposition "Prélude, Fugue et Variation op. 18" von César Franck in einer Bearbeitung für Akkordeon und Klavier bekamen die Zuhörer zudem eine musikalische Rarität zu hören.

Die beiden Männerchöre verabschiedeten sich schließlich vielstimmig und stimmgewaltig mit dem "Schifferlied" von Friedrich Silcher sowie den Liedern "Warum muss ich beiseite steh'n" und "Irische Segenswünsche" nach den Melodien irischer und schottischer Folksongs vom Publikum, das sich mit tosendem Beifall für das abwechslungsreiche Konzert bedankte.

Quelle: RP
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