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Neukirchen-Vluyn
Leibnizstraße: Flüchtlinge ziehen in 52 Wohnungen ein

Neukirchen-Vluyn. Die Nachricht, dass in zwei Häusern der ehemaligen "Nau-Immobilien" im kommenden Jahr Flüchtlinge einziehen sollen, hat für Aufsehen gesorgt. Auf die Online-Meldung der RP gab es in den sozialen Netzwerken großen Widerhall, darunter Stimmen, die bereits von einem künftigen "Ghetto" sprechen.

Dies sind die Fakten: Die Stadt hat mit den Eigentümern, der Peach Property Group, eine Vereinbarung über die Anmietung von 52 Wohnungen getroffen. Diese befinden sich in den Häusern Leibnizstraße Nr. 8 (21 Wohnungen) und Nr. 10 (31 Wohnungen). Untergebracht werden sollen Familien und Einzelpersonen, je nach der Größe der jeweiligen Wohnung.

Dass jetzt so viele Menschen überrascht sind, findet Gerhard Resnitzek vom Amt für Soziales der Stadt etwas erstaunlich. Schließlich sei der Gedanke, entsprechende Verhandlungen mit der Peach Property aufzunehmen, schon im Haupt- und Finanzausschuss am 23. September erwähnt worden. Damals war freilich in den Unterlagen nur von zehn Wohnungen aus dem Immobilienpaket die Rede. Die Peach Property hatte die früher als "Nau-Häuser" bezeichneten Gebäude im Frühjahr erworben und ist dabei, die ersten Häuser im Vluyner Süden zu renovieren. Bevor an der Leibnizstraße Flüchtlinge einziehen können, müssen auch dort die Wohnungen renoviert sein. Die "Nau-Häuser" im Vluyner Norden sind teilweise sehr heruntergekommen.

Die Stadt und das Diakonische Werk ("Treff 55"), welches die Betreuung der Flüchtlinge übernimmt, müssen ihr Personal aufstocken, so wird etwa zum 1. Dezember ein neuer Hausmeister eingestellt. "Mit der neuen Entwicklung muss der Vertrag mit dem Diakonischen Werk natürlich angepasst werden", sagt Resnitzek. Wie das künftige Betreuungskonzept im Detail aussieht, darüber wird noch beraten, es existiert bereits ein Entwurf.

Heute werden in Neukirchen-Vluyn 29 neue Flüchtlinge erwartet (nicht 46, wie irrtümlich geschrieben - diese Zahl bezieht sich auf den gesamten November). "Wir haben immer nur einen kurzen Vorlauf von den Behörden in Arnsberg", sagt Resnitzek.

(s-g)
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