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Neukirchen-Vluyn
Neue Friedenseiche ist gepflanzt

Neukirchen-Vluyn: Neue Friedenseiche ist gepflanzt
Die Mitglieder des Heimat- und Verkehrsvereins freuen sich über die rasche Nachfolge für das jüngst gefällte Wahrzeichen. FOTO: Markus Koopmann
Neukirchen-Vluyn. Am Samstag wurde die neue Stieleiche an dem alten Standort eingeweiht.

Eine junge Stieleiche schmückt ab sofort den Ortseingang von Neukirchen und füllt die Stelle, an der bis Donnerstag das 144-jährige Exemplar gestanden hatte. Jakob Averdonk hatte am 22. März 1872 die "Friedenseiche" gepflanzt. Die Fällung wurde wegen eines Pilzbefalls nötig. Die Standsicherheit des Baumes war gefährdet. Die zuständige Behörde, der Landesbetriebsbau Straßen NRW, machte nach entsprechender Bodenvorbereitung kurzfristig die Neupflanzung möglich.

Über den Rheurdter Garten- und Landschaftsbauer Thomas Greis konnte die Eiche, eine über zehnjährige Baumschulware, geordert und eingepflanzt werden. Damit sie wächst und gedeiht, lud der Neukirchener Heimat- und Verkehrsverein zu diesem Ereignis ein. Die Mitglieder erschienen in ihrer Tracht, Pumpenmeister Hans-Dieter Tendick brachte zum Angießen eigens Neukirchener Pumpenwasser mit. "Die alte Eiche stand als Symbol für den Frieden und galt als Naturdenkmal", erinnerte Han-Peter Burs. Auch die junge Eiche übernehme in heutiger konfliktreicher Zeit ebenfalls die Aufgabe, zum Frieden zu mahnen. Burs Dank galt dem zügigen Handeln der Behörde wie auch der Stadtverwaltung, die auch über die Fällaktion die notwendigen Informationen an Bürgerinnen und Bürger gegeben hatte. Äußerlich schien der bereits austreibende Baum intakt zu sein. Über ein Astloch war über Jahre Feuchtigkeit in den Stamm gedrungen. Von einer Behandlung rieten die Fachleute ab.

"Das tat schon weh, als die Äste Stück um Stück abgesägt wurden und zum Schluss der Stamm auf der Straße lag", hieß es am Rande der Pflanzaktion. Das Ausmaß des Pilzbefalls im Bauminneren wurde sichtbar. Innerhalb des Heimat- und Verkehrsvereins fiel schnell die Entscheidung über die Weiterverwertung der gefällten Eiche. "Der Stamm wird in Scheiben geschnitten und soll für Neukirchener ein Erinnerungsstück sein. Der Stamm ist schon weg", erzählt Pumpenmeister Tendick. Rund 70 Abnehmer hatte er bereits für die Abschnitte des rund 1,20 m dicken Stammes. Auch das dickere Astmaterial konnte er beim Landesbaubetrieb Straßen NRW sichern. Mit einem kräftigen "Wasser marsch" wurde die Stieleiche mit ihren bunten Maibändern nochmals angegossen. Damit die Anwachsphase klappt, schenkten der HVV "Fisternöllekes" aus.

(sabi)
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