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Neukirchen-Vluyn
Neue Hoffnung auf ein Ende der Blechlawine in Rayen

Neukirchen-Vluyn. Der Bundesverkehrswegeplan sieht vor, dass die B 528 bis zum Jahr 2030 ausgebaut wird. Das würde die Ortsdurchfahrt entlasten.

Erleichtert über die Nachricht, dass der Ausbau der B 528 in Richtung der B 510 im Bundesverkehrswegeplan beschlossen ist, zeigen sich Verwaltung und Politik in Neukirchen-Vluyn. "Das wird vor allem die Bürger in der Ortschaft Rayen freuen", sagt Bürgermeister Harald Lenßen. Der Ausbau der B 528 zwischen Neukirchen-Vluyn und Kamp-Lintfort sei der geeignetste Weg, um etwas gegen das hohe Verkehrsaufkommen und die Lärmbelästigung durch Schwertransporter zu tun, zeigt sich das Stadtoberhaupt überzeugt.

Der Bund will bis zum Jahr 2030 mehrere Millionen Euro in den Straßenausbau im Kreis Wesel stecken. Die B 528 soll um 4,4 Kilometer erweitert werden, die Kosten werden mit 14,8 Millionen Euro beziffert. Der Bundestag muss den Verkehrswegeplan allerdings noch verabschieden.

Auch für die CDU-Fraktion in Neukirchen-Vluyn ist der Ausbau der Bundesstraße "die einzige Lösung, die den Rayenern helfen könnte", erklärte der Fraktionsvorsitzende Markus Nacke. "Auch wenn es bis 2030 noch lange hin ist." Nacke appelliert an alle Fraktionen in den Räten der Städte Neukirchen-Vluyn und Kamp-Lintfort, das Vorhaben zu unterstützen.

Die Verwaltung hatte jüngst auf der Geldernschen Straße, der Ortsdurchfahrt von Rayen, die Geschwindigkeit von 50 auf 30 km/h von den Einmündungen der Straßen Am Honigshuck bis Eyller Straße senken lassen, außerdem von 70 auf 50 km/h vom Minhorstweg bis zum Beginn der Ortsdurchfahrt. Allerdings ist unwahrscheinlich, dass der Landesbetrieb Straßenbau dies mitträgt.

Der Neukirchen-Vluyner Rat hatte 2014 eine Resolution der Stadt unterstützt, die eine Wiederaufnahme der Maßnahme in den Bundesverkehrswegeplan forderte. "Auch wir sind froh, dass es geklappt hat", sagt Grünen-Ratsmitglied Tom Wagener. Allerdings müssten im Vorfeld auch die Folgen für Natur und Umwelt geklärt werden, ebenso die Frage, ob tatsächlich die erwünschte Entlastung der Geldernschen Straße zu erwarten sei. Die Kamp-Lintforter Grünen hatten vorgeschlagen, das fragliche Naturschutzgebiet zu untertunneln.

(s-g)
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