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Neukirchen-Vluyn
Neue Spielbereiche fürs Barbaraviertel

Neukirchen-Vluyn. Der Landschaftsarchitekt Dirk Schelhorn hat im Bauausschuss seine Entwürfe für die Um- und Neugestaltung von Spielplätzen im Neukirchener Süden vorgestellt. Auch den Weddigen- und der Hindenburgplatz hat er im Blick. Von Stefan Gilsbach

Mehr Spiel und Spaß ins Barbaraviertel - so könnte man die Präsentation umschreiben, die Dirk Schelhorn am Mittwoch im Bauausschuss vorgestellt hat. Der Landschaftsarchitekt aus Frankfurt und sein Team haben sich die etwa 15 Spielplätze in dem Viertel angeschaut und gemeinsam mit Schulen und interessierten Bürgern Ideen gesammelt, wie man die Flächen aufpeppen könnte. Schelhorn hat bereits zahlreiche Spielplätze und Freizeitbereiche in Deutschland angelegt, beispielsweise in Velbert (siehe Foto).

Die Pläne für die Spaß-Offensive sehen zunächst die Umgestaltung von vier Flächen vor, darunter auch der Weddigen- und der Hindenburgplatz. Ferner haben die Landschaftsarchitekten den Spielplatz am Bendschenweg und an der Etzoldstraße im Blick. Letzterer habe "stark überalterte Objekte" und müsse dringend aufgemöbelt werden. "Ein Turm und eine Rutsche, das wird für die Kinder auf Dauer langweilig." Schelhorns Büro plant ein neues Wasserspiel und einen neuen Sandbereich.

Auf dem Weddigenplatz soll eine Schaukelanlage errichtet werden. Dirk Schelhorn räumte ein, dass er für Schaukeln eine Art Vorliebe habe, denn damit könne man seiner Erfahrung nach ebenso Kindern wie älteren Menschen eine Freude machen.

Auf dem Hindenburgplatz soll ein Abschnitt für Sport und Spiel reserviert werden, es handelt sich etwa um ein Fünftel der Fläche. Dirk Schelhorn schweben Bruchsteinreihen, Hecken, ein Kunstrasen für Spiele mit Toren und Trimm-dich-Geräte für Erwa chsene vor. Auch Plätze, auf denen Familien Picknick machen können, sollen entstehen. Das klingt nach ziemlich viel, aber der Landschaftsarchitekt versichert, dass der wöchentliche Markt, der für die Anwohner wichtig ist, durch diese Neugestaltung nicht gefährdet sei - es bleibe dafür genug Platz. "Das müsste aber im Vorfeld mit den Marktbeschickern abgesprochen werden", meinte Lisa Wannenmacher von der Fraktion NV Auf geht's.

Das sei schon geschehen, entgegnete die Leiterin des Tiefbauamtes, Uta Schoppmann. "Die Beschicker hatten lediglich Bedenken wegen der Parkmöglichkeiten für die Marktbesucher. Denn dort können die Kunden quasi direkt an die Stände ranfahren." Auch werde mit der Neugestaltung der Spiel- und Sportfläche eine Expansion des Marktes nicht mehr möglich sein, aber solche Pläne gebe es ohnehin nicht.

SPD-Ratsmitglied Hartmut Kühn fügte noch hinzu: "In diesem Zusammenhang sollte auch die Toilettenanlage am Hindenburgplatz erneuert werden." Wenn sich dort wirklich Menschen regelmäßig zum Feiern träfen, dann wäre es zweifellos von Vorteil, wenn funktionierende Toiletten sich direkt nebenan befinden.

Die Finanzierung all dieser Vorhaben wird durch Fördergelder in Höhe von 296.000 Euro ermöglicht, welche die Stadt im vergangenen Jahr bewilligt bekam. Sie sind eine Folge der Sozialraumkonferenzen, die in den Jahren 2015 und 2016 im Süden von Neukirchen stattgefunden haben.

Quelle: RP
 
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